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Nach Irland kam der Reel im späten 18. Jahrhundert über Schottland. Bereits um 1590 tanzte man dort den Reill, welcher wiederum auf die im selben Jahrhundert in Frankreich aufgekommenen Haye zurückgeht.
Während der Reel früher als reine Tanzmelodie diente, ging man im 18. Jahrhundert dazu über, die Stücke durch Synkopierungen, Taktverzögerungen und Verzierungen auch als Musikstück für Zuhörer interessanter zu gestalten. Nachdem der Reel im frühen 19. Jahrhundert bald den Jig als beliebtesten Tune in Irland ablöste, gewann er 20. Jahrhundert weiter an Bedeutung. Ganz besonders gilt das für das Irish Folk Revival in den 1960er und 1970er Jahren. Die bis dahin übliche Klavierbegleitung wich zunehmend multiinstrumentalischen Arrangements für Bouzouki, Bodhran, Concertina, Mandola und andere Instrumente. In seiner Schnelligkeit, Wildheit aber auch seinem lyrischen Ausdrucksvermögen hat der heutige Reel nur mehr wenig mit den vergleichsweise einfachen Ursprüngen gemeinsam.
Beispiel für einen klassischen Reel
Bonnie Kate
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