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Rückversicherungen tragen dadurch, dass sie die Last des Risikos auf mehrere Versicherer verteilen, zur größeren Stetigkeit und Sicherheit des Geschäfts bei. Sie erlauben es dem Versicherer, auch für grosse Risiken (wie Flugzeuge, Industriebetriebe oder auch die Haftpflicht ganzer Konzerne) die Deckung zu übernehmen. Der Versicherte muss also nicht Verträge mit verschiedenen Versicherungsunternehmen abschließen. Grosse Konzerne verfügen über eigene Versicherungsgesellschaften (Captives). Diese haben direkten Zugang zum Rückversicherungsmarkt und können dort Teile ihres Risikoportefeuilles rückversichern lassen. Allgemein unterscheidet man zwischen obligatorischer (vertraglicher) Rückversicherung und fakultativer Rückversicherung (auf Einzelfallbasis).
Rückversicherungen sind auf dem Gebiet der Seetransport-Assekuranz schon im 17. Jahrhundert in England nachzuweisen. Später wurden sie auf viele andere Zweige des Versicherungswesens angewendet.
Heute sind sie nicht nur für die immer größeren Schadensersatzzahlungen nach Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Wirbelstürmen von Bedeutung. Auch menschgemachte Katastrophen führen zu immer höheren Schadensummen, da die Konzentration an Werten und Versicherungsdeckungen immer stärker zunimmt. Seit den WTC-Anschlägen hält dieses Ereignis mit ca. 40 Mrd US-Dollar versicherten Schäden den Rekord als kostspieligstes Einzelereignis aller Zeiten. Erkrankungen durch Asbestexposition werden über die Jahre ebenfalls versicherte Schäden in mindestens dieser Grössenordnung verursachen.
Rückversicherungsgesellschaften gehören heute zu den größten Versicherungsgesellschaften überhaupt, die Münchener Rück ist die weltweit größte Rückversicherungsgesellschaft. Swiss Re ist der grösste Lebensrückversicherer. Der Weltmarkt ist in den letzten 10 Jahren zu einem Oligopol geworden.
Die von Rückversicherungen gezeichneten Verträge sind nicht zu verwechseln mit dem Rückversicherungsvertrag, einem Geheimabkommen zwischen dem Deutschen Reich und Russland.
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