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Psychotherapie

 


Eine Übersicht über die Themen der Psychotherapie findet sich auch im Portal Psychotherapie.

Eine weitere Definition davon, was Psychotherapie ist, hat 1978 der Wiener Psychotherapeut Hans Strotzka gegeben:

Somit handelt es sich in der Regel um keine Psychotherapie,
  1. wenn keine Störungen oder Krankheiten beeinflusst werden sollen (oft in Selbsterfahrungsgruppe, Supervisionen, Trainings- oder Coachinggruppen, in allgemeiner Lebensberatung, seelsorgerischer Beratung etc.).
  2. wenn "therapeutische Mitteilungen" ausschließlich in der Form von Rundbriefen, Audio- oder Videokassetten etc. verbreitet werden, wenn also keine persönliche Interaktion zwischen dem Patienten bzw. Klienten und dem Psychotherapeuten vorliegt.
  3. wenn keine Vereinbarung zu einer Psychotherapie vorliegt (z.B. sind Beratungsgespräche mit Seelsorgern, Lehrern, Sozialarbeitern, Chefs oder Mitarbeitern keine Psychotherapie).
  4. wenn ausschließlich Behandlungen mit Medikamenten erfolgen
  5. wenn die Ziele des Therapieprozesses nicht festgelegt werden und/oder diese Ziele nicht offen besprochen werden
  6. wenn an die Stelle therapeutischer Techniken, lediglich die charismatische Persönlichkeit des Behandelnden als therapeutisches Wirkprinzip tritt.
  7. wenn, wie in manchen paramedizinischen und esoterischen Bereichen, keine Theorie und keine überprüfbaren Anschauungen dem eigenen Handeln zugrundeliegen, sondern man sich ausschließlich auf die persönlich gewonnenen oder in einer bestimmten Gruppe tradierten Erfahrungen stützt.

Die Psychotherapie wird in Deutschland in der Regel von Psychologen, Ärzten oder Heilpraktikern mit einer entsprechenden Zusatzausbildung durchgeführt. Psychologische Psychotherapeuten haben zunächst Diplom-Psychologie studiert, die meisten belegen während des Hauptstudiums den Schwerpunkt Klinische Psychologie. Nach dem Studium erfolgt eine mehrjährige berufsbegleitende Zusatzausbildung zum Psychotherapeuten. Anschließend erfolgt die staatliche Zulassung zur Ausübung der Heilkunde (Approbation). Ärzte erwerben nach Abschluss ihres Medizinstudiums einen beliebigen Facharzttitel und dazu die berufsbegleitenden Zusatzqualifikationen "Psychotherapie" und/oder "Psychoanalyse" oder bilden sich zum Facharzt für Psychotherapeutische Medizin weiter. Seit 1999 gilt in Deutschland das Psychotherapeutengesetz, welches die Berufsbezeichnung "Psychotherapeut" erstmals gesetzlich geschützt hat (nicht jedoch die Gebietsbezeichnung "Psychotherapie"). Danach können Ärzte, Psychologen und Sozialpädagogen eine staatlich anerkannte Ausbildung absolvieren, die die Voraussetzungen für die Kassenzulassung gibt. Somit sind zugelassene Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten den Ärzten gleichgestellt. Der Patient kann somit direkt einen von der Kasse zugelassenen Psychotherapeuten seiner Wahl aufsuchen und muss nicht mehr wie früher zunächst einen Arzt konsultieren.

Zugelassene, d.h. mit den Krankenkassen abrechenbare Verfahren sind jedoch nur die Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Psychoanalyse.

Inhalt
1 Formen der Psychotherapie
2

Formen der Psychotherapie

Tiefenpsychologische Ansätze

Verhaltenstherapeutische Ansätze

Ansätze auf der Basis der Humanistischen Psychologie

Ansätze der Transpersonalen Psychologie:

Die meisten dieser Therapieformen können durch medikamentöse Behandlung, aber auch durch die Teilnahme an Selbsthilfegruppen unterstützt werden.

Häufig werden ergänzend zur Psychotherapie auch Entspannungstechniken eingesetzt. Dazu gehören vor allem die Progressive Muskelentspannung (Progressive Relaxation) nach Jacobson sowie das autogene Training nach Schultz.

Siehe auch: Psychologie - Psychische Störung - Psychologischer Psychotherapeut - Gruppentherapie - Portal Psychotherapie


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.