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Prokonsul

Das Prokonsulat war ein Amt in der römischen_Republik und der Kaiserzeit.

Es wurde dadurch erlangt, dass man im Jahr davor zum Konsul gewählt worden war. Nach der einjährigen Amtszeit als Konsul wurde man automatisch Prokonsul.

Als Prokonsul erhielt man dann vom Senat eine Aufgabe oder Posten. Meist war dies die Statthalterschaft über eine Provinz. Dies wurde dann von den Prokonsuln meist dazu verwendet, die Provinz auszupressen, um die immensen Kosten, die bei der Wahl zum Konsul entstanden waren, wieder zu egalisieren. Die römischen Ämter wurden nicht besoldet, deshalb konnten sich nur begüterte Römer überhaupt auf den cursus honorum begeben. Viele erreichten ihre Ämter auch nur über enorme Schulden.

Der Senat konnte an Prokonsuln jedoch auch Sonderaufgaben vergeben. So wurde Pompeius als Prokonsul die Aufgabe übertragen, das Mittelmeer von Piraten zu säubern.

Das Prokonsulat dauerte für gewöhnlich ein Jahr. Es konnte jedoch vom Senat verlängert werden. Das berühmteste Beispiel hierfür war das zunächst fünfjährige, später nochmals verlängerte Prokonsulat Gaius Julius Cäsars über die beiden schon römischen, gallischen Provinzen Gallia_Cisalpina und Gallia_Transalpina, das er dazu benutzte im Gallischen Krieg ganz Gallien unter die römische Herrschaft und später dann unter Augustus auch die pax_romana zu bringen.

Siehe auch: Liste der römischen Consuln, Propraetor, cursus honorum
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