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Aus Lehrbüchern ist vor allem die Bauart bekannt, die von innen nach außen durch ein Sonnenrad, den Planetenträger (auch Steg genannt und Träger der Planetenräder) und das Hohlrad mit Innenverzahnung auszeichnet.
Charaktersistisch für Planetengetriebe ist die Standübersetzung i0, mit der Planetengetriebe unterschiedlichster Bauart verglichen werden können. Wenn zwei Planetengetriebe die gleiche Standübersetzung haben, sind sie kinematisch gleichwertig.
Zwischen der Standübersetzung i0 und den Drehzahlen n von Sonnenrad, Steg und Hohlrad besteht folgender mathematischer Zusammenhang:
nSonne + i0 × nHohlrad = (1 + i0) × nSteg
Bei Planetengetrieben sind alle Räder ständig im Eingriff. Durch die Wahl des Antriebes und des Abtriebes kann die Übersetzung gewechselt werden.
Planetengetriebe werden gern in Automatikgetrieben von Kraftfahrzeugen verwendet, meist handelt es sich dort um mehrere hintereinandergeschaltete Planetengetriebe (z.B. Ravigneaux- oder Simpson-Satz). Zum Gangwechsel werden dann Teile der Planetengetriebe gegen das Gehäuse festgebremst oder wieder losgelassen. Durch gleichzeitiges Betätigen und öffnen der Bremsen läßt sich sogar ohne Zugkraftunterbrechung schalten. Eine andere typische Anwendung von Planetengetrieben sind sie Differentialgetriebe.
Planetengetriebe besitzen häufig koaxial verlaufende Eingangs- und Ausgangswellen, manche Bauformen (z.B. in Verteilergetrieben von Kraftfahrzeugen) nehmen aber auch über eine Kette die Leistung von einer der drei Wellen ab.
Einige Bauformen besitzen Hohlräder mit Innenverzahnung. Dadurch sind die Zahnräder kompakt angeordnet und durch die Anzahl der Planetenräder läßt sich eine Leistungsverzweigung realisieren, so dass die mechanische Belastung des Getriebes gesteigert bzw. das Getriebe kleiner gebaut werden kann. Zur Erzeugung eines Rückwärtsganges ist kein Rücklaufrad nötig.
Planetensätze werden außerdem in Verteilergetrieben bei Allradfahrzeugen und in den Antriebsnaben von Lkw/Bussen verwendet.
www.kfz-tech.de/PlanetengetriebeVollautomatik.htm
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