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In dieser Zeit ging die alpidische Gebirgsbildung langsam zu Ende. In deren Verlauf hatte sich vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer der Ozean der Paratethys gebildet, der von West nach Ost fortschreitend verlandete. Es herrschte (vor den quartären Eiszeiten) noch warmes Klima, sodass sich in den Sedimenten (Sand, Mergel, Ton) vereinzelt Lagerstätten von Kohlenwasserstoffen bilden konnten.
Das Pannon wurde nach regionaltypischen Sedimentschichten von Pannonien (Donautiefland Ungarns) benannt, die als Ablagerungen des "Sandsteinmeeres" unterhalb der eiszeitlichen Sand- und Schotterschichten des Quartär liegen. Die Pannon-Sedimente wurden als oberste der bis 8 km mächtigen miozänen Schichten aus restlichen Meeresflächen abgelagert, als Mittel- und Osteuropa nach der Auffaltung von Alpen und Karpaten endgültig verlandeten. Gleichzeitig sanken weite Gebiete bis zu einigen mm/Jahr ab - also um Kilometer pro Jahrmillion.
Eine markante Formation ist das Pannon deshalb auch im Wiener Becken und anderen tertiären Sedimentbecken (östliche Steiermark, Molassezone im Alpenvorland bis zur Schweiz). Es unterscheidet sich von anderen neogenen Schichten durch Fossilien spezieller Mollusken (Muscheln Congeria und Limnocardium, sowie Schnecken). In Deutschland ist das Pannon nur in Bayern (vor allem Niederbayern und am Rand der Alb) sowie in der Niederrheinischen Bucht vertreten.
Der Rest des Miozänmeeres in Mitteleuropa wird auch Lake Pannon genannt (Pannonischer See, vor rund 5-8 Mio Jahren). Im tektonischen Senkungsbereich zwischen Alpen und Karpaten haben sich aus ihm bis zu 1500 m mächtige Sedimente (Wiener Tegel, Sande und Schotter) abgesetzt.
Die Leitfossilien im damaligen Brackwasser einiger Becken sind Muscheln und Süßwasserschnecken. Sie finden sich in verschiedenen Regionen bis Nordeuropa und Nahost; von ihnen treten z.B. die Melanopsidae auch rezent (in der Gegenwart) auf.
Wirtschaftlich bedeutend ist das Pannon vor allem durch
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(Geologie des Wiener Beckens S.14-26 und 39)
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