| Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste |
Ursprünglich war das Pallium Teil der Bekleidung hochrangiger staatlicher Beamter. Später wurde es auch von geistlichen Würdenträgern getragen. Der Papst zeichnete damit ausgewählte Bischöfe aus. Seit dem 9. Jahrhundert ist das Pallium Teil der Rangabzeichen (Pontifikalien) eines Metropoliten und wird diesem vom Papst verliehen. Es wird am Vorabend von Peter und Paul gesegnet und in der Confessio des Petersdoms (Grabnische des Hl. Petrus unter dem Hauptaltar) in einem goldenen Behälter aufbewahrt, wodurch es zu einer Berührungsreliquie wird. "Millionen Touristen beten Jahr für Jahr vor dem goldenen Kistchen, weil sie glauben, darin würden die sterblichen Überreste des Heiligen Petrus aufbewahrt, in Wirklichkeit liegen darin aber die Wollschals." (Andreas Englisch, Hamburger Abendblatt)
Das Pallium gilt als äußeres Zeichen der besonderen Verbundenheit mit dem Papst. Es wird traditionell am St-Peter-und-Pauls-Tag (d. i. der 29. Juni) in Rom verliehen. Die feierliche Übergabe ist verbunden mit einem Treueschwur des Metropoliten gegenüber dem Papst und seinen Nachfolgern. Gemäß Kirchenrecht muss ein Metropolit (d.h. ein Erzbischof mit eigener Kirchenprovinz) das Pallium innerhalb von drei Monaten nach seiner Ernennung vom Papst erbitten. Getragen wird das Pallium nur innerhalb der entsprechenden Kirchenprovinz. Allein der Papst darf das Pallium tragen, wann immer er will. Die Überreichung des Palliums ist die einzige Gelegenheit bei der man zur gleichen Zeit und am gleichen Ort zwei oder mehrere Erzbischöfe mit Pallium sehen kann.
|
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |