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Oberlausitzer Sechsstädtebund

Der Oberlausitzer Sechsstädtebund war ein Bund der oberlausitzischen Städte Bautzen, Zittau, Görlitz, Kamenz, Löbau und Lauban zum Schutz des Landfriedens 1346 - 1815. Der Sechsstädtebund war Schutz- und Trutzbund gegen das Raubrittertum in der Oberlausitz. Der Zusammenschluss führte zu einem erheblichen Aufschwung des Reichtums und der politischen Macht der beteiligten Städte. Vorort des Bundes war Bautzen. Vom Bautzener Stadtrat wurden deshalb alle an den Bund gerichteten Schreiben angenommen und beantwortet. Die Abgesandten der Bundesglieder hielten ihre jährlichen Versammlungen (Konvente) zumeist in Löbau ab.

Die Blütezeit des Städtebundes fiel in die ersten 200 Jahre seines Bestehens, als die Städte mit ihrer gemeinsamen Politik die stärkste Macht in der Oberlausitz wurden und den Adel deutlich überflügeln konnten. 1547 erlitten die Sechs Städte im Gefolge von Ereignissen des Schmalkaldischen Krieges den so genannten Oberlausitzer Pönfall. Sie wurden von König Ferdinand I für ihre angebliche Untreue hart bestraft. Zwar konnten die Städte ihre Position im folgenden Jahrzehnt wieder festigen, ihre eindeutige Übermacht in der Landespolitik war aber nicht wiederherstellbar.
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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