| Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste |
| Inhalt |
|
1 Geschichte 2 Bestandteile 3 Funktion (allgemein) 4 Funktion (detailliert) 5 Nationale Besonderheiten 6 Weblinks (Englisch) 7 Siehe auch |
Geschichte
Die Telefone des ersten kommerziell eingesetzten, von Almon Strowger 1889 erfundenen Vermittlungssystems (Automatic Telephone Exchange) hatten für jede Stelle der zu wählenden Telefonnummer eine Taste, die der Ziffer entsprechend oft gedrückt werden musste. Die Bedienung war entsprechend umständlich und fehleranfällig und der Installationsaufwand hoch, da jede Taste über eine eigene Leitung mit der Vermittlungsstelle verbunden war.
Am 20. August 1896 meldeten A. E. Keith und die Brüder John and Charles J. Erickson, die Mitarbeiter der "Strowger Automatic Telephone Exchange Company" waren, ein anwenderfreundlicheres System zum Patent an. US patent No. 597,062 wurde am 11. Januar 1898 erteilt. Die Tasten wurden durch eine Wählscheibe, den "Strowger finger-wheel sub station dial" ersetzt. Die Wählscheibe zeigte an, ob die Hunderter-, Zehner- oder Einerstelle gewählt wurde. Zwei Leitungsadern dienten der Übertragung der Wahlimpulse zur Vermittlungsstelle und waren dort mit jeweils einem Elektromagneten verbunden. Die Hunderter- und Einerstelle wurden über die eine Leitung übertragen und die Zehnerstelle über die andere. Dieses Einrichtung benötigte noch zum Betrieb eine lokale Batterie.
Der eigentliche bis heute verwendete Nummernschalter wurde von dem Franzosen Antoine Barnay entwickelt und am 18. Mai 1923 von ihm patentiert.
Die Bezeichnung der drei Kontakte lautet
Hierdurch beträgt die Zeit für 1 Impuls = 100ms. Somit ergibt sich für einen Impuls ein Impulsverhältnis von 62ms Öffnungszeit und 38ms Schließzeit für den n s i - Kontakt.
Bestandteile
Der Nummernschalter besteht im wesentlichen aus
Funktion (allgemein)
Der Nummerschalter besitzt eine Fingerlochscheibe mit zehn Löcher, jeder Ziffer von 1 bis 9 sowie die 0 ist je einem Loch zugeordnet. Eine Ziffer wird gewählt, indem der Benutzer den Zeigefinger in das entsprechende Loch der Fingerlochscheibe steckt und diese durch Rechtsdrehung bis zum Anschlag(Fingeranschlag) die Rückdrehfeder spannt (tech.Bez.: Aufziehen). Dann wird der Finger herausgezogen und die Rückdrehfeder dreht die Fingerlochscheibe in Ihre Ursprungslage zurück (tech.Bez.: Ablauf).
Funktion (detailliert)
Der Fliehkraftregler
Eine normgerechte Dauer der Impulse wird durch den Fliehkraftregler sichergestellt, der für eine gleichmäßige Drehgeschwindigkeit(~ 40 U/s) sorgt. Durch die aufgezogene Rückdrehfeder angetrieben bewegt er über eine Schneckenwelle das Stromstoßrad und die Nockenscheibe.Die Kontakte
Sowohl beim Aufziehen als auch Ablauf des Nummernschalters werden über ein so genanntes Stromstoßrad und eine Nockenscheibe drei Kontakt betätigt.
n s a
=
Nummern-Schalter-Abschalte-Kontakt
n s i
=
Nummern-Schalter-Impuls-Kontakt
n s r
=
Nummern-Schalter-Reduzier-Kontakt
Funktion der Kontakte
n s a - Kontakt
n s i - Kontakt
n s r - Kontakt
Mit Einführung der elektronischen Vermittlungstechnik konnte der n s r und die zusätzliche Erzeugung von Leerlaufimpulsen durch den n s i entfallen, da hier keine Zeitverzögerung durch mechanisch träge Wähler mehr bestand.Impulsverhältnis
Für eine korrekte Wahl ist der gleichmäßige Lauf des Nummernschalters von entscheidender Bedeutung.
Das Impulsverhältnis, also das Verhältnis von Öffnen zu Schließen, des n s i - Kontakt soll in Deutschland im Verhältnis 1,6 : 1 erfolgen und die Ablaufzeit für 10 Impulse(Wahl der Ziffer 0) soll 1 Sekunde betragen.
(Volume XXXI No. 3, March, 1953. P. 95 et. seq.)Siehe auch
Geschichte des Telefons, Telefon, Telefonnummer, Telefonvorwahl, Internationale Telefonvorwahl, ISDN, Mobiltelefon, Bildtelefon, Schreibtelefon, Modem, Telefonie, IP-Telefonie, Fax, Telefongesellschaft
|
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |