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Biografie
Der Sohn eines streng pietistischen Salinendirektors schloß das Rechtsstudium in Jena, Leipzig und Wittenberg 1794 mit dem besten Examen ab. Im selben Jahr wurde er als Aktuarius nach Tennstedt geschickt. Im nahen Grüningen begegnete er der damals 12jährigen Sophie von Kühn, mit der er sich am 15. März 1796 ohne Wissen der Eltern verlobte. Im Januar 1796 wurde er Akzessist an der Salinendirektion in Weißenfels. Nach dem Tode Sophies am 19. März 1797 ging er Ende 1797 an die Freibergerer Bergakademie, wo er Bergwerkskunde, Chemie und Mathematik bei Prof. Abraham Gottlob Werner studierte und an der geognostischen Landesuntersuchung beteiligt war. Auch die zweite Verlobung 1798 mit Juliane von Charpentier, Tochter des Berghauptmanns Johann Friedrich Wilhelm Toussaint von Charpentier, blieb ohne Hochzeit. Pfingsten 1799 kehrte er zur Salinendirektion zurück und wurde im Dezember zum Salinenassessor in Weißenfels und Mitglied des Salinendirektoriums ernannt. Höhepunkt der beruflichen Laufbahn war die Ernennung zum Supernumerar-Amtshauptmann für den Thüringischen Kreis am 6. Dezember 1800. Seit August dieses Jahres war er an Schwindsucht erkrankt und konnte die Arbeit nicht mehr aufnehmen.
Würdigung
Novalis war Mitbegründer der Romantik, Autor des Romans Heinrich von Ofterdingen, in dem die "blaue Blume" ein Schlüsselmotiv ist. Die Lehrlinge von Sais ist ein weiteres bekanntes Romanfragment des Verfassers. Er verfasste viele berühmte Gedichte, wie z.B.:
Novalis' Schriften erschienen zuerst 1802 (herausgegeben von Friedrich Schlegel und Ludwig Tieck); bei dieser und den folgenden vier Ausgaben ist Tieck allein für die Vorreden und in weitem Umfang auch für die Zusammenstellung, Auswahl und Bearbeitung der Texte verantwortlich.
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