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In der Normandie leben 3,2 Million Menschen. Die größten Städte sind Rouen (385.000 Einwohner einschließlich Vororten), Le Havre (247.000 Einwohner), Caen (200.000 Einwohner) und Cherbourg (89.000 Einwohner). Früher war Rouen die Hauptstadt der ganzen Provinz, heute ist sie noch Hauptstadt der Haute-Normandie; die Hauptstadt der Basse-Normandie ist Caen.
Die Normandie war im Mittelalter die Heimat der Normannen, des Volksstammes, der England zum letzten Mal erfolgreich eroberte. Die Normannen entstanden aus den frühen französischen Einwohnern und den Wikingern unter ihrem Führer Herzog Rollo der Normandie (Gånge Rolf), der das Gebiet der Seine um Paris verwüstete und daraufhin die Normandie im Vertrag von St.-Claire-sur-Epte vom westfränkischen König Karl dem Einfältigen zugesprochen bekam (911). Dafür sollte er die Normandie gegen weitere Überfälle der Wikinger verteidigen.
Rollos Nachkomme Wilhelm, Herzog der Normandie, drang 1066 in England ein und wurde dort König. Die Normandie war bis 1087, von 1106-1144 und von 1154-1204 ein Teil Englands. Während des Hundertjährigen Krieges von 1346-1360 und nochmal von 1415-1450 war sie von englischen Truppen besetzt.
Während des Zweiten Weltkriegs war auch die Normandie von der deutschen Wehrmacht besetzt und wurde bei der Invasion Frankreichs durch amerikanische und britische Truppen befreit. Diese Schlacht, auch bekannt als Operation Overlord, begann am D-Day, dem 6. Juni 1944 mit 6.400 Landungsfahrzeugen. Caen litt sehr unter den Kämpfen um die Provinz, die bis zur Befreiung von Le Havre am 12. September andauerten.
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