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Netphen

Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Landkreis: Siegen-Wittgenstein
Fläche: 137,39 km²
Einwohner: 25.078 (31.12.2002)
Bevölkerungsdichte: 183 Einwohner je km²
Höhe: 310 (260 - 676) m ü. NN
Postleitzahl: 57250
Vorwahl: 02738
Geografische Lage: 50° 55' n. Br.
8° 6' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: SI
Amtlicher Gemeindeschlüssel: 05 9 70 032
Gliederung des Stadtgebiets: 20 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der Stadtverwaltung: Amtsstraße 2-6
57250 Netphen
Offizielle Website: www.netphen.de/ www.netphen.de
E-Mail-Adresse: stadt@netphen.de stadt@netphen.de
Politik
Bürgermeister: Rüdiger Bartsch (CDU)
Regierende [[Partei: CDU

Netphen ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Siegen-Wittgenstein.

Inhalt
1 Geographie
2 Wappen
3 Geschichte
4 Politik
5 Wirtschaft
6 Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien
7 Städtepartnerschaften
8 Stadtgliederung
9 Entwicklung des Stadtgebiets
10 Kultur und Sehenswürdigkeiten
11 Persönlichkeiten
12
13 Sonstiges
14

Geographie

Netphen liegt am Südhang des Rothaargebirges und bildet die natürliche Grenze zum Wittgensteiner Land. Das Stadtgebiet ist geprägt von zahlreichen Täler und Bergrücken. Nordöstlich des Stadtteils Walpersdorf liegt die Quelle der Sieg und im Stadtteil Lahnhof liegt die Quelle der Lahn.

Wappen

Das Wappen zeigt im unteren Bereich in Gold eine schwarzen Eber. Der obere Bereich zeigt in Blau den hervorbrechenden, goldenen nassauischen Löwen, welcher von 7 goldenen Schindeln begleitet wird. Der springende Eber ist eine Nachbildung des ältesten erhaltenen Siegerländer Gerichtssiegels aus dem Jahr 1467. Es gehörte den "Schöffen tzo Netfe ind Irmgarteichen". Das Sinnbild des Netpher hat seinen Ursprung in heidnischen Julfest, wo der Eber den Göttern geopfert wurde.

Geschichte

Erste Erwähnungen dieser Region des Kreises gehen auf das 11. Jahrhundert zurück. Hier wird, wie in den meisten Teilen des alten Kreises Siegen das Fürstenhaus Nassau als Landesherren genannt.

1215 werden die Herren von Hain auf Burg Hainchen aufgeführt.

In den Jahren von 1635 bis 1637 wütete die Pest.

Im Jahre 1742 fiel Netphen wie alle anderen Gebiete nördlich der Lahn an den Prinzen Wilhelm Karl Friso von Oranien, Fürst von Diez und Erbe der Vereinigten Niederlande. Somit war das Fürstentum Nassau-Siegen Teil der Niederlande,

Napoleon schlug das Siegerland im Zuge seiner Neuordnung Deutschlands dem Großherzogtum Berg zu. Diese Veränderung wurde allerdings 1813 rückgängig gemacht und Netphen wurde wieder Eigentum der Oranier. 1815 verzichteten diese auf alle deutschen Landesteile und Netphen kam 1816 an Preußen.

Am 1. Januar 1969 entstand im Zuge der kommunalen Neuordnung die Großgemeinde Netphen. Diese erlangte am 30. Juni 1997 mit der Überschreitung der 25.000-Einwohnermarke Stadtstatus. Kurz vor Beginn des neuen Jahrtausends, am 1. Januar 2000 wurde Netphen dann auch offiziell zur Stadt erklärt.

Wirtschaft

Verkehr

Das Stadtgebiet wird hauptsächlich über die B 62, welche das Stadtgebiet von Süd-Westen nach Nord-Osten durchschneidet. Für den
Güterverkehr existiert auch eine Eisenbahnstrecke, welche in früheren Jahren von Irmgarteichen nach Siegen-Weidenau verlief. Seit geraumer Zeit wird auch eine Wiedereröffnung für den Personennahverkehr diskutiert. Ansonsten wird der ÖPNV durch Busse der VGWS abgewickelt.

Nach Netphen führte die von der Netphener Omnibusgesellschaft am 18. März 1895 eröffnete erste Omnibuslinie der Welt mit einem benzinbetriebenen Omnibus.

Städtepartnerschaften

Stadtgliederung

Beienbach Brauersdorf Deuz Dreis-Tiefenbach Eckmannshausen Eschenbach Frohnhausen
Grissenbach Hainchen Helgersdorf Herzhausen Irmgarteichen Nenkersdorf Netphen
Oelgershausen Salchendorf Sohlbach Unglinghausen Walpersdorf Werthenbach

Museen

Heimatmuseum

Seit 1996 existiert hier ein großer Ausstellungsraum mit Zeugnissen der Vor- und Frühgeschichte. Schwerpunkt ist die traditionelle Wirtschaft des Netpherlandes mit
Gerberei, Köhlereiei sowie Haubergswirtschaft, Hude und Imkerei. Im selben Gebäude befindet sich auch das Kultur- und Touristikbüro.

Bauwerke

Martinikirche

Die Martinikirche ist eine
Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert. Bei einbrechender Dunkelheit und in der Nacht wird der romanische Turm der Kirche beleuchtet.

Freizeitpark

Der Freizeitpark mit Tennishalle, Eisstadion und Hallenbad. Die Tennishalle und das Eisstadion wurden im Oktober
1976 fertiggestellt und im 14. Mai 1977 zusammen mit dem Hallenbad eröffnet. Das Freibad folgte kurze Zeit später.

Obernautalsperre

Die Obernautalsperre ist mit 15 Million m³ die größte
Trinkwassertalsperre des Siegerlandes. Ein fast 11 km langer Wirtschaftsweg, der komplett um die Talsperre herumführt, lädt zu Wanderungen ein. Sie wird überragt von der Alten Burg, einer Fliehburg und Kultstätte aus der La Tène-Zeit um 500 vor Christus.

Wasserburg Hainchen

Im Ortsteil Hainchen befindet sich die wiederaufgebaute
Wasserburg Hainchen.

Wassermühle Hainchen

Die Geschichte der Mühle geht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Sie gehörte bis in das 14. Jahrhundert den Schlossherren von Hainchen. Der damalige Schlossherr schenkte sie dann seinem Pächter. Sie ist seitdem über 5 Generationen im Besitz der Familie Weber. Die im Kreis einzigartige Mühle besitzt ein oberschlächtiges Wasserrad mit drei Mahlwerken, je zwei Walzenstühlen und einem Schrotgang. Alle Mahlwerke und der Aufzug für die Getreidesäcke können über Wasserkraft angetrieben werden.

Kohlenmeiler Walpersdorf

Die Köhlerei zur Herstellung von
Holzkohle hat im Siegerland aufgrund der Eisenverhüttung eine lange Tradition. In Walpersdorf befinden sich die einzigen noch betriebenen Kohlenmeiler im Siegerland. Verkohlt wird Holz von Eichen, Birken und Buchen. Aus 4 Tonnen Holz wird etwa 1 Tonne Holzkohle hergestellt.
Städte und Gemeinden im Kreis Siegen-Wittgenstein:
Bad Berleburg | Bad Laasphe | Burbach | Erndtebrück | Freudenberg | Hilchenbach | Kreuztal | Netphen | Neunkirchen | Siegen | Wilnsdorf |


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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