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Krankheitsverlauf
Die Patienten verlieren allmählich immer mehr an Kraft. Der HB-Wert, also der Messwert für die Zahl der roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport im Blut zuständig sind, geht dramatisch zurück. Man versucht dies entweder durch meist wöchentliche oder vierzehntägige Gaben von Bluttransfusionen oder durch dreimaliges Spritzen von Erythropoetin pro Woche aufzuhalten. Gleichzeitig geht auch die Zahl der Thrombozyten, die für die Blutgerinnung mitverantwortlich sind, und die Zahl der Leukozyten, der für die Immunabwehr zuständigen weißen Blutkörperchen, deutlich zurück. Daher leiden die MDS-Patienten im Krankheitsverlauf immer mehr an plötzlichen Blutungen, im Zahnfleischbereich, in der Nase und - besonders gefährlich - im Magen und im Darm. Weiterhin sind sie extrem anfällig für Infektionen aller Art und müssen Menschenansammlungen unbedingt meiden. Meist sterben MDS-Patienten an inneren Blutungen und an Lungenentzündung, auf die auch starke Antibiotika dann nicht mehr ansprechen.
In ca. 30% aller MDS-Erkrankungen geht die Krankheit nach einer gewissen Zeit plötzlich in eine akute Leukämie über, die viele Patienten wegen ihres geschwächten Zustandes auch bei sofort eingeleiteter Chemotherapie nicht lange überleben.
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