Monaco Infos
Das Fürstentum Monaco ist ein Staat in Westeuropa, es liegt, von Frankreich umschlossen, an der Mittelmeerküste.
Mit seiner sehr geringen Größe ist Monaco, nach der Vatikanstadt, der kleinste Staat der Welt, hat aber, mit 16.410 Einwohnern pro km², die höchste Einwohnerdichte der Welt.
Die Unterteilung zwischen dem Staat und der Stadt Monaco ist rein theoretisch, der Staat besteht de facto nur aus der Stadt. Verwaltungstechnisch ist diese in vier "Quartiers" (Viertel) gegliedert (Monaco-Ville, Monte Carlo, La Condamine, Fontvielle).
Internationale Aufmerksamkeit bekam Monaco in den 1950er-Jahren (neben seinem Kasino), als die berühmte US-amerikanische Schauspielerin Grace Kelly Fürst Rainier heiratete.
Heute ist Monaco von den Reichen der Welt, wegen seiner Steuerfreiheit, als Wohnsitz begehrt.
Völkerrechtliche Stellung
Die Unabhängigkeit Monacos, die seit 1489 besteht, war bisher an das Bestehen der Grimaldi-Dynastie gebunden. Ein Vertrag mit Frankreich regelt, dass, bei Aussterben der Grimaldi, Monaco an Frankreich fällt (ist heute nicht mehr so).
Zwischen Frankreich und Monaco besteht ein so genanntes völkerrechtliches Protektorats-Verhältnis, das in einem "Schutzvertrag mit Frankreich" vom 17.07.1918 festgelegt wurde. Darin garantierte Frankreich die Unabhängigkeit und Souveränität Monacos, für wichtige Einzelentscheidungen der monegassischen Außenpolitik wurde jedoch eine Konsultationspflicht festgelegt. Mehrere Schlüsselpositionen in dem Fürstentum müssen nach den bisherigen Abkommen mit französischen Beamten besetzt werden: der monegassische Regierungschef, der Generalstaatsanwalt und der Polizeichef. Im Oktober 2002 wurde eine Neufassung des Vertrages unterzeichnet, die den außenpolitischen Spielraum Monacos erweitert, in wichtigen Fragen aber weiter eine Konsultationspflicht vorsieht. Handelspolitisch gehört Monaco zwar zu Frankreich, die von Frankreich im Rahmen der europäischen Union abgeschlossenen Verträge gelten aber nicht automatisch für Monaco. Über Frankreich ist Monaco auch dem
Schengener Abkommen angeschlossen. Monaco ist seit dem 28. Mai 1993 Mitglied der Vereinten Nationen und hat am 21. Oktober 1998 den Beitritt zum Europarat beantragt. Seit dem 7. Januar 2000 unterhält Monaco eine Vertretung bei der EU in Brüssel.
Währung
Monaco hat weder eigene Währung noch eine Zentralbank. Es bestand eine Art Währungsunion mit Frankreich, in der die monegassischen Banken den gleichen Regeln wie die französischen unterworfen waren. Im Dezember 2001 schloss Monaco mit Frankreich ein Abkommen zur Einführung des Euro. Die monegassischen Euromünzen werden vom Kontingent Frankreichs abgeleitet, welches die Europäische Zentralbank festlegt.
Geschichte
Herrschaft der Grimaldi (ursprünglich aus Genua) seit dem 13. Jahrhundert.
1731 stirbt die männliche Linie der Familie aus. Familie Goyon-Matignon (eingeheiratet) folgt in Namen und Herrschaft.
- 1542-1641 spanisches Protektorat
- 1641-1793 französisches Protektorat
- 1793 durch Frankreich annektiert
- 1815-1861 sardinisches Protektorat
- 1848 Gebiete Menton und Roquebrune an Sardinien (Gebiete 1860 wiederum an Frankreich)
- 1861 erneut französisches Protektorat
- 1911 erste formelle Verfassung
- 1948 Beitritt zur WHO am 8. Juli
- 1962 Verfassungsreform am 17. Dezember
- 1993 UN-Beitritt
Sport
Jedes Jahr wird auch der Grand Prix von Monaco der Formel 1 und auch die Rallye Monte Carlo ausgetragen.
Der AS Monaco gehört mit sieben Meistertiteln zu den erfolgreichsten Fußballvereinen der französischen Liga.
Sonstiges
Das Spielcasino wird von der Société des Bains de Mer (SBM) betrieben. Die Aktien dieses Unternehmens befinden sich mittlerweile mehrheitlich im Besitz des Fürsten.
Monegassen dürfen allerdings nicht spielen.
Das Monegassische ist ein romanischer Dialekt, der dem Provençal ähnlich ist.
Das Gebiet der Sendeanlagen von Radio Monte Carlo bei Roumoules ist eine Exklave von Monaco.
Monaco di Baviera ist der italienische Name der Stadt München.