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1 Die Landschaft 2 Das Weinanbaugebiet |
Die Landschaft
Die geographische Bezeichnung Mittelrhein bezieht sich auf die klassische Rheinlandschaft des Engtals zwischen Bingen und Bonn, das am 30. Juni 2002 im die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. Es verläuft fast auf ganzer Länge, bis Rolandseck und Rheinbreitbach auf dem Gebiet des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, dann auf dem von Nordrhein-Westfalen. Geographisch zählt zum Mittelrheintal auch das rechte Rheinufer zwischen Rüdesheim und Lorch, das zu Hessen und zum Weinanbaugebiet Rheingau gehört. Das Neuwieder Becken trennt den oberen vom unteren Mittelrhein.
Größere Zuflüsse auf diesem Streckensbschnitt sind linksrheinisch Nahe, Mosel und Ahr, rechtsrheinisch Lahn, Wied und Sieg. Die wichtigsten Städte am linken Ufer sind Bingen, Bacharach, Oberwesel, Boppard und Koblenz am oberen sowie Andernach, Remagen, Königswinter und Bonn am unteren Mittelrhein. Am rechten Flussufer liegen Rüdesheim, Kaub, Braubach und Lahnstein am oberen sowie Vallendar, Bendorf, Neuwied, Linz und Bad Honnef am unteren Mittelrhein.
Das Weinanbaugebiet
Geographische Lage
Das Gebiet der Weinregion Mittelrhein erstreckt sich über ca. 110 km von der der Nahe bei Bingen) bis zum Siebengebirge bei Bonn. Während am oberen Mittelrhein, von Bingen bis Koblenz, die linke Hangseite entlang des Rheins mit Rebstöcken bepflanzt wurde ist am unteren Mittelrhein, der von Koblenz bis zum Siebengebirge reicht, die rechte Uferseite bestockt.
Klima
Am Mittelrhein herrscht ein gemäßigtes Klima, d.h. es gibt verhältnismäßig viele Sonnentage, ohne dass die Hitze oder auch zu kalte Temperaturen überhand nehmen. In den Monaten Juni bis August regnet es - zumindest was die Vegetation des Weines betrifft - erfreulicherweise mehr als ausreichend. In Zahlen ausgedrückt: 570 mm im Mittel. Wie bei den meisten Weinbaugebieten ist es nicht ohne Grund, dass sie in der Nähe eines Stromes angesiedelt sind. Die Wasseroberfläche speichert im Laufe des Tages eine Wärmeenergie, die sie auch noch weit nach Sonnenuntergang abgibt und so unmäßige Temperaturschwankungen vermeidet. So kommt es, dass der Jahresdurchschnitt der Temperaturen bei erträglichen 9,3° Celsius liegt.
Böden
Neben dem Klima ist die Beschaffenheit des Bodens eines der prägnantesten Ursachen für die Merkmale eines Weines. Sie sind für die Charakteristika und damit oft auch für die Unverwechselbarkeit des Gewächses verantwortlich. Am Mittelrhein beherrschen Schiefer- und Grauwackenverwitterungsböden die
Landschaft, im Norden vom vulkanischen Ursprung geprägt (Bims und Tuffstein), aber auch Lössinseln, Lehm- und Rheinkieselböden sind zu finden.
Rebfläche und Lagen
Die Gesamtrebfläche beträgt ca. 500 Hektar, das Gebiet ist in 11 Großlagen und 111 Einzellagen unterteilt.
Die Großlagen sind (von Süden nach Norden):
Herausragende Weingüter:
weingut-lambrich.de Weingut Goswin LambrichWichtige Winzerbetriebe
Der Weinbau am Mittelrhein wird von (meist kleinen) privaten Weingütern dominiert, Anbau und Ausbau des Weines liegt meist in einer Hand. Die Weine sind oft nur direkt über die Winzer zu beziehen. Genossenschaften gibt es nur wenige.
auch zu empfehlen - Weingut Jürgen Stassen, Oberheimbach - www.stassenwein.de www.stassenwein.de
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