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Mittelformatkamera

Mittelformatkameras sind eine Bauform fotografischer Kameras, die nach dem verwendeten Filmformat unterschieden wird; sie verwenden zur Bildaufzeichnung Rollfilm in Formaten wie 4,5 × 6 cm, 6 × 6 cm, 6 × 7 cm; ähnlich wie Kleinbildfilm ist dieser auf einer Spule aufgewickelt und ermöglicht die Aufnahme mehrerer Bilder auf einem Filmstreifen.

Mittelformatkameras werden in verschiedenen Bauformen angeboten; verbreitet sind vor allem folgende Varianten:

Inhalt
1 Kamerasystem und Systemzubehör
2 Objektive
3 Automatikfunktionen
4 Anbieter
5 Quellen

Kamerasystem und Systemzubehör

Mittelformatkameras sind i.d.R. hochpreisig und Bestandteil eines Kamerasystems; das Systemzubehör ist in der Mittelformatfotografie von größter Bedeutung, da von Qualität und Umfang des angebotenen Zubehörs abhängt, was man mit dem Kamera-Body anfangen kann. Ein gut ausgestattetes Kamerasystem bietet u.a. auswechselbare Einstellscheiben, Sucher, Wechselmagazine, Digitalrückwände, Sofortbildansätze, Motorantriebe, Balgeneinstellgeräte, Zwischenringe, IR-, Fern- und Funkauslöser sowie systemkonforme Blitzgeräte.

Der Rollfilm wird meist in ein separates Wechselmagazin eingelegt; ein rascher Wechsel zwischen verschiedenen Filmtypen (Farb-/Schwarzweißfilm, Farbumkehr-/Farbnegativfilm usw.) ist daher problemlos mit einem zweiten Wechselmagazin möglich. Rollfilm ist in verschiedenen Konfektionierungen erhältlich, verbreitet sind 120-er und 220-er Filme. Auf 220-er Film sind bis zu 24 Bilder pro Film möglich, zusätzlich gibt es 50-er Magazine, die mit perforiertem 70-mm-Film beladen werden.

Objektive

Wechselobjektive sind für viele Mittelformatkamera-Modellreihen im Bereich von etwa 35 bis 1000 mm verfügbar, sie werden jedoch häufig nicht vom Kamerahersteller angeboten; hochwertige Optiken stammen u.a. von Carl Zeiss, Schneider und Rodenstock.

Automatikfunktionen

Der Grad der Automatisierung der Mittelformatkameras ist geringer als man dies von gängigen Kleinbildkameras gewohnt ist; es gibt zwar einige wenige Modelle mit Autofokus, in der Regel muss jedoch manuell fokussiert werden; ähnliches gilt für den Filmtransport. Mittelformatkameras sind auf Grund des teureren Filmmaterials nicht nur in der Anschaffung kostenintensiver als Kleinbildkameras, außerdem sind sie für Action-, Outdoor- und Reportagefotografie nur eingeschränkt geeignet. Ihre Hauptanwendungsgebiete liegen in der Industrie-, Mode-, Porträt- und Werbefotografie.

Anbieter

Zu den bekanntesten Anbietern von Mittelformatkameras zählen Hasselblad, Pentax, Mamiya, Zenza-Bronica und Rollei; daneben gibt es zahlreiche Nachbauen aus Russland oder China, z. B. von Kiev sowie Spezialkameras beispielsweise von Noblex, beispielsweise die Rollfilm-Panoramakamera Noblex Pro 6/150FE. Für Anfänger seien die Holga erwähnt.

Quellen


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.