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Militärdiktaturen sind zumeist reaktionär eingestellt und weisen eine aggressive Politik nach außen und nach innen auf. Viele kommunistische Staaten besitzen Züge einer solchen Diktatur, da die KP und das Militär oftmals stark miteinander verflochten sind. Zum Beispiel gibt Nordkorea mehr als 40 Prozent des Bruttoinlandprodukts für das Militär aus, und das Staatsoberhaupt, Kim Jong Il, ist zugleich Oberbefehlshaber der Armee.
Eine Militärdiktatur entsteht häufig durch einen Putsch gegen die Regierung. Die Führer solcher Umstürze rechtfertigen ihr Vorgehen mit dem Grund, dass sie ihre Nation vor extremen Gefahren schützen wollen. Oftmals soll auch die politische Stabilität wieder hergestellt werden.
Beispiele:
Viele Staaten in Südamerika und Afrika sind anfällig für Putsche und somit auch für Militärdiktaturen. Die Gründe dafür sind meistens soziale und wirtschaftliche Missstände, sowie eine zerrüttete Regierung. Im Gegensatz dazu steht das Militär, von dem sich viele Menschen Zusammenhalt, straffe Organisation und somit auch erhöhte Stabilität und befähigtere Führungspersönlichkeiten versprechen.
Seit den 1990er Jahren werden Militärdiktaturen immer seltener toleriert. Unterstützungen, wie die der chilenischen Diktatur durch die USA, sind seltener geworden, da militärische Regierungen als Gegenbewegung zum Kommunismus nicht mehr gebraucht werden. Außerdem wächst der Unmut der Bevölkerung gegenüber Regierungen dieser Art, da sie dazu neigen, weder die freiheitlich-demokratische Grundordnung noch die Menschenrechte zu achten.
Staaten unter Militärherrschaft:
siehe: Polizeistaat, Diktator
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