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In der organischen Chemie wird die Methylgruppe oft mit Me abgekürzt, so wird aus CH3OH für Methanol (Methylalkohol) MeOH.
Methylgruppen sind im Vergleich zu anderen funktionellen Gruppen reaktionsträge. Sie reagieren nur unter drastischen Bedingungen. Ein klassisches Beispiel dazu ist die Oxidation von p-Xylol (1,4-Dimethylbenzol) mit Kaliumpermanganat zu Terephthalsäure (1,4-Benzol-di-carbonsäure). Eine Ausnahme sind die Methylgruppen in Methyliodid oder Dimethylsulfat, die zur Methylierung, d.h. der Übertragung einer Methylgruppe auf ein anderes Molekül, benutzt werden können. Damit kann man z.B. an Stickstoff- oder Sauerstoffatomen Methylgruppen anbringen, und so Ammoniak in Methylamine und Alkohole in Methylether umwandeln.
Unter den extremen Bedingungen, wie sie im Massenspektrometer herrschen (Vakuum, Elektronenbeschuss) können Methylgruppen als Radikale auftreten und nachgewiesen werden. Methylradikale treten auch als sehr instabile Zwischenprodukte, z.B. bei der Chlorierung von Methan, auf.
Die Methylgruppe ist die einfachste Alkylgruppe; sie kommt sehr häufig vor. Da bei der Benennung von Substanzen Seitengruppen wie die Methylgruppe am Anfang benannt werden, beginnen viele Chemikaliennamen mit "Methyl".
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