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Mehrwertige Logik

Die mehrwertige Logik betrachtet neben den in der klassischen (Aristoteleschen) Logik verwendeten Wahrheitswerten "Wahr" und "Falsch" weitere Wahrheitswerte.

Eine der ersten mehrwertigen Logiken war die dreiwertige Logik von Jan Łukasiewicz, die er im frühen zwanzigsten Jahrhundert entwickelte. Sie enthält außer "wahr" und "falsch" den dritten Wert "möglich".

In der Zwischenzeit wurden Logiken wie die Fuzzy-Logik entwickelt, die sogar unendlich viele Wahrheitswerte für den Grad der Wahrheit besitzt. Diese werden durch eine reelle Zahl zwischen 0 und 1 repräsentiert.

In der Hardwareentwicklung von Logikschaltungen werden mehrwertige Logiken zur Simulation eingesetzt, um verschiedene Zustände darzustellen sowie Tristate-Gatter und Busse zu modellieren. In der Hardwarebeschreibungssprache VHDL wird zum Beispiel oft die im IEEE-Standard mit der Nummer 1164 definierte neunwertige Logik verwendet, die Standard Logic 1164. Sie hat die Werte

  1. U undefiniert
  2. X unbekannt (starker Treiber)
  3. 0 logische Null (starker Treiber)
  4. 1 logische Eins (starker Treiber)
  5. Z hochohmig (hohe Impedanz Z)
  6. W unbekannt (schwacher Treiber)
  7. L logische Null low (schwacher Treiber)
  8. H logische Eins high (schwacher Treiber)
  9. - unwichtig don't care

Standard Logic 1164, eine neunwertige Logik zur Hardwaresimulation


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