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Mehrwert

Zwischen bürgerlicher Volkswirtschaftslehre und der marxistischen Kritik der politischen Ökonomie umstrittene Kategorie.

Außerhalb eines marxistischen Kontextes wird der Begriff des Mehrwertes in der Regel als Synonym für Wertschöpfung verstanden, etwa im Fall der Mehrwertsteuer.

Mehrwert - Begriff aus der Politischen Ökonomie nach Marx

Mehrwert ist die Differenz zwischen dem Wert geleisteter Lohnarbeit - dem Erlös aus ihrem Ergebnis (Produkt) - und dem gezahlten Lohn.

Mehrwertproduktion:

C1 + V + M= C2

wobei

C1= vorgeschossenes ("Constantes") Kapital (Maschinen, Bauten, Material)
V = Lohn ("Variables Kapital" (Historisch-gesellschaftliche Reproduktionskosten der Arbeitskraft)
M = Mehrwert (Ergebnis der unbezahlten Mehrarbeit)
C2= Verwertetes, erweitertes Kapital

An ein gegebenes Quantum Kapital (Produktionsmittel, C) werden Arbeitende (klassisch "Arbeiter" oder Proletarier) zur Produktion gestellt. Sie erhalten dafür Lohn, müssen dem Kapitalisten aber den Mehrwert M lassen, den er aus dem Verkauf der produzierten Waren zieht. Zentral für das Verständnis der marxschen politischen Ökonomie ist die Unterscheidung von abstrakten gesellschaftlich durchschnittlich zu verstehenden Begriffen wie Wert und Mehrwert einerseits und konkreten Preisen und Profiten im vorgefundenen Einzelfall.

siehe auch: Mehrwertsteuer, Wertschöpfung, Fairer Handel


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