Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste


Megaherbivoren

Megaherbivoren ist ein relativ neuer Begriff aus der Ökologie, der große Pflanzenfresser bezeichnet, die einen weitreichenden Einfluss auf die Entwicklung der Landschaft haben. Aufgrund von Einflüssen wie beispielsweise Verbiss, Beweidung, Schälen und sogar Fällen von Bäumen (durch Biber) sowie Tritt schränken Megaherbivoren das Aufkommen von Gehölzen ein und tragen zur Gestaltung einer mosaikartigen Landschaft bei.

Megaherbivoren in Europa sind vor allem Pferd, Rind beziehungsweise Auerochse, Wisent, Moschusochse, Ren, Elch, Hirsche (Rothirsch sowie die eingeführten Arten Damhirsch und Sikahirsch) aber auch Mufflon, Gämse, Steinbock und das Reh. Der Biber ist zwar kein großer Pflanzenfresser, hat aber trotzdem erheblichen Einfluss auf die Gestaltung seines Lebensraums. Durch Aussterben fehlen heute Mammut, Wollnashorn und Riesenhirsch. Das Flusspferd kam in früheren Warmzeiten auch in Europa vor. In ihrer Zahl begrenzt wurden die Megaherbivoren durch große Fleischfresser, so genannte Megacarnivoren, so dass eine übermäßige Waldvernichtung nicht vorkommen konnte.

Siehe auch: Ausgestorbene Tierarten Europas, Megaherbivorentheorie


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.