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Das mechanische Fernsehen war die erste Form des Fernsehens. Die erste brauchbare Realisierung erfolgte mit Hilfe der nach ihrem Erfinder Paul Nipkow benannten Nipkow-Scheibe. Hierbei ist insbesondere die Pionierarbeit des ungarischen Ingenieurs D. von Mihaly und des Schottischen Erfindes John L. Baird zu erwähnen. D. von Mihaly entwickelte ebenfalls ein vollkommen anderes Verfahren, bei dem ein Spiegel zwischem einem Hufeisenmagneten schnell oszillierte. In einem verbesserten Verfahren wurde ein Spiegel auf Drahtsaiten befestigt, welche nach Stromdurchleitung in eine schnelle Schwingung versetzt wurden. Ein wieder anderes Verfahren entwickelte Dr. Carolus bei Telefunken, wo mit schnell rotierenden Spiegeln gearbeitet wurde. Durch Carolus wurden auch beide Systeme miteinander kombiniert (Spiegelrad für horizontale Abtastung, oszillierende Spiegel für vertikale Abtastung.
Dennoch sollte beim mechanischen Fernsehen insbesondere die Nipkow-Scheibe verwendung finden, welche auf der Senderseite bis in die 1940er Jahre zur Bildzerlegung von Filmen Verwendung fand.
Auch heute ist das mechanische Fernsehen nicht vollkommen bedeutungslos. Insbesondere Spiegelsysteme finden heute wieder Verwendung beim Bau von Videoprojektoren.
Demgegenüber besteht die nipkowsche Vorrichtung grösstenteils aus elektrisch betriebenen Bauteilen, von denen mindestens eines - die Selenzelle - bereits ein elektronisches Bauelement darstellt. Desweiteren erfolgt die Übertragung vom Sender zum Empfänger elektrisch.
Damit wird sichtbar, dass der Begriff des "mechanischen Fernsehens" weitgehend irreführend ist. Nipkow selbst nannte seinen Apparat in der Patentschrift etwas treffender ein "Elektrisches Teleskop".
Allenfalls korrekt wäre noch die Begriffsbildung "mechanische Bildzerlegung".
Hinweis:
Die Begriffsbildung "Mechanisches Fernsehen" beruht auf der laienhaften Anschauung, die sichtbar drehende Nipkow-Lochscheibe als wesentlichstes Funktionselement oder anders ausgedrückt, den Vorgang der Bildpunkt-Zerlegung als Hauptteil des Fernseh-Gesamtsystems wahrzunehmen
Auf der Empfänger-Seite wird bei der nipkowschen Ausführung raffinierterweise ein polarisierter Lichstrahl von dem Magnetfeld einer Spule in Abhängigkeit von dem Signal der Sender-Selenzelle soweit gedreht und durch nachfolgende Linsen gefiltert, dass für das Auge der gleiche Helligkeits-Eindruck hervorgerufen wird, wie er auf der Sender-Seite besteht.
Dieser polarisierte Lichtstrahl wurde mit Hilfe entweder eines speziellen optischen Glases oder einer mit Schwefelkohlenstoff gefüllten Röhre erzeugt(sog. "Glimmlampe") und ersetzte damals die noch nicht erfundene Braunsche Elektronenstrahlröhre.
www.kefk.net/Research/Funk/HA-Funk/ha_2-3.html
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