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Die Maßtheorie bildet das Fundament der modernen Integrations- und Wahrscheinlichkeitstheorie (stochastische Analysis). Die Maßtheorie ermöglicht es, den Integralbegriff auf unstetige Integranden zu erweitern, die nicht Riemann-integrierbar sind.
| Inhalt |
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1 Definitionen und Beispiele
1.1 Messraum, messbare Mengen
2 Verallgemeinerungen1.2 Maß, Maßraum 1.3 Nullmenge, vollständig, fast überall 1.4 endlich, σ-endlich 3 Ergebnisse |
Definitionen und Beispiele
Messraum, messbare Mengen
Für eine exakte Definition der Grundbegriffe der Maßtheorie beginnen wir mit einer Grundmenge Ω. Wenn eine gewisse Menge Σ von Teilmengen von Ω eine σ-Algebra bildet, dann heißt jede Menge, die Element von Σ ist, messbar (engl. measurable), und die Grundmenge Ω mit der Struktur Σ heißt Messraum (engl. measurable space). Eine Funktion, die die Struktur eines Messraums erhält, heißt messbare Funktion.
Vokabelerklärung:
Beispiele für Maße:
Beispiele:
Bemerkung:
endlich, σ-endlich
Ein Maß heißt endlich, wenn μ(Ω)<∞. Ein Maß heißt σ-endlich, wenn Ω die Vereinigung einer abzählbaren Folge messbarer Mengen S1, S2, S3, ... ist, die alle ein endliches Maß μ('Sk'')<∞ haben.
Die messbaren Teilmengen des R sind die Borel-Mengen.Verallgemeinerungen
Eine mögliche Verallgemeinerung betrifft den Wertebereich der Funktion μ.
Historisch wurden zuerst endlich additive Maße eingeführt. Die moderne Definition, derzufolge ein Maß abzählbar additiv ist, erwies sich jedoch als nützlicher.
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