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Leitbild (Fließgewässer)

Das Leitbild definiert im Wasserbau den erreichbaren Zustand eines Gewässers anhand des heutigen Naturpotentials des Gewässerökosystems auf der Grundlage des Kenntnisstandes über dessen natürliche Funktionen.

Die Entwicklung eines solchen Fließgewässer-Leitbildes gestaltet sich jedoch gerade im Flachland und besonders in traditionellen Ackerbaulandschaften als sehr schwierig.
Der ursprüngliche, vom Menschen unbeeinflusste Zustand des Gewässers ist nur unvollständig zu rekonstruieren, und es existieren kaum noch echte Referenzgewässer, d.h. naturbelassene Gewässer in demselben Naturraum, anhand derer der natürliche Zustand abgeleitet werden könnte.
Die Ursache dafür ist, dass die anthropogenen Nutzungseinflüsse im Flachland viel flächendeckender, massiver und intensiver zur Auswirkung gekommen sind als im Bergland.

Zur Formulierung des Leitbildes ist eine Erfassung und Definition naturraumspezifischer Gewässerkategorien erforderlich. Die vom Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen herausgegebenen Leitbilder für kleine bis mittelgroße Fließgewässer in Nordrhein-Westfalen: Gewässerlandschaften und Fließgewässertypen bieten eine Anleitung für die Einstufung des zu bearbeitenden Gewässers.

Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) [1999]: Merkblätter Nr. 17: Leitbilder für kleine bis mittelgroße Fließgewässer in Nordrhein-Westfalen, Gewässerlandschaften und Fließgewässertypen. Essen (ISSN 0947-5788)
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.



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