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Der touristisch wertvolle Stadtkern wurde vor einigen Jahren verkehrstechnisch entlastet. Neben dem Tunnel, der die ehemals einzige Verbindungsstraße zwischen Süden und Norden, den Paseo Marítimo, mit der Nordautobahn verbindet, sorgt seit 2004 die neue Umgehungsstraße dafür, dass der Durchgangsverkehr an Las Palmas vorbeiführt und so die Belastung der Innenstadt weiter abnimmt.
Von nächtlichen Abstechern in entlegene Viertel muss man abraten. Die Kriminalität ist hier recht hoch, Diebstähle und Überfälle sind keine Seltenheit.
Berühmte Bauwerke in der Altstadt von Las Palmas, der "Vegueta", sind die Kathedrale Santa Ana und die "Casa Colón", ein prachtvoller Kolonialbau, in dem das Kolumbus-Museum untergebracht ist.
Weitere Museen, die die Stadt zu bieten hat, sind das "Museo Canario" mit seiner Sammlung altkanarischer Fundstücke, das "Museo Néstor", das sich den Werken des kanarischen Malers widmet, die "Casa Museo Pérez Galdós" mit Werken des berühmten Schriftstellers, das Wissenschaftsmuseum "Museo Elder" am Parque Santa Catalina und das renommierte Zentrum für Moderne Kunst - Centro Atlántico de Arte Moderno - dessen wechselnde Ausstellungen Künstlern aus aller Welt ein Forum geben.
Die Strandpromenade von Las Palmas, der "Paseo Canteras", zählt zu den schönsten Stadtstränden der Welt. Am nördlichen Stadtausgang befindet sich das 1997 errichtete "Auditorio Alfredo Kraus", ein modernes Konzerthaus direkt am Meer, das nach dem in Las Palmas geborenen Tenor Alfredo Kraus benannt ist. Weitere berühmte Söhne der Stadt sind der Schriftsteller Benito Pérez Galdós, der auch als "spanischer Balzac" bezeichnet wird, und der Maler Manolo Millares Sall.
In Las Palmas ist es häufig stark bewölkt. Dieses klimatische Phänomen, das von den Einheimischen als "Panza de burro" bezeichnet wird, hat dazu geführt, dass sich der Tourismus von der Hauptstadt in den Süden verlagert hat und sich heute nahezu ausschließlich auf Maspalomas und die Costa Mogán konzentriert. Wenn im Süden die Sonne scheint, kann es in Las Palmas regnen. Las Palmas hat die meisten Regentage der ganzen Insel, und dies mit Abstand.
Im Februar versinkt die Stadt alljährlich in einem wochenlangen Karnevalstaumel, der "Carnaval" wird mit großem Aufwand gefeiert. Auch auf diesem Gebiet macht sich eine gewisse Konkurrenz zwischen Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife, der Hauptstadt der Nachbarinsel Teneriffa, bemerkbar. Dieser alte Streit um die Vorherrschaft auf dem kanarischen Archipel wird als "Pleito Insular" bezeichnet.
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