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Langweid am Lech

Langweid, Gemeinde 15 km nördlich von Augsburg. Die Gemeinde setzt sich aus dem ursprünglichen Ort Langweid a. Lech mit den Gemeindeteilen Foret, Stettenhofen (seit 01.01.1970) und Achsheim (seit 01.07.1972) zusammen.

Langweid liegt an der Bundesstraße 2, der Staatsstraße 2033 und der Bahnlinie Augsburg-Nürnberg.

Daten der Gemeinde:

Einwohnerzahl am 01.04.2003: 7345 (Frauen 3688 - Männer 3657)- insgesamt sind 43 Nationalitäten in der Gemeinde vertreten. Fläche: 2357 ha Länge der ausgebauten Straßen: 33,8 km Höhe: Pfarrkirche Langweid 451,278 m ü NN

Geschichte

Langweid, Lancwaidt (die große oder lange Weide), Lanquat, Longa Quinta verdankt seine Entstehung den Römern, die schon im Jahre 41 n. Chr. an diesem Platz zur Bewachung ihrer Heerstraße nach der Mündung des Lechs eine Militärstation errichteten. Später ließen sich dann römische Kolonisten und keltische Ureinwohner an Staatsstraße Via Claudia Augusta nieder.

Die Namensform Lanchwate findet sich erstmals 1143.

Dem Domkapitel zu Augsburg gelang es, den damals bezeugten Besitz in Langweid durch Schenkungen und Kauf zu erweitern und bis zur Säkularisation 1803 die Grundherrschaft auszuüben.

Im Jahre 1641 zog der Schwedenkönig Gustav Adolf nach der Eroberung von Donauwörth gegen Augsburg. Dabei wurde der Ort Langweid von den schwedischen Truppen empfindlich heimgesucht. Der Aufenthalt der schwedischen Königin im Schloß Markt hat in dieser Zeit dämpfend auf die Truppen eingewirkt, so dass das Dorf nicht vollständig dem Erdboden gleichgemacht wurde.

1740 lagen hessische Truppen in Langweid im Quartier. Sie hinterließen bei ihrem Abzug ein total verschuldetes Dorf.

Im Jahr 1828 forderte in Langweid eine Seuche einige Todesopfer in den Familien.

Es gab aber auch freudige Ereignisse in Langweid: Die Dorfchronik berichtet, dass bei der Durchreise durch Langweid viele "hochedlen Herrschaften" in der Gastwirtschaft zum "Goldenen Stern" abstiegen. Auch König Ludwig I. (Bayern) zog im Jahr 1829 durch die Ortschaft.

Das Dorf erhielt zwischen 1842 und 1844 bereits einen Eisenbahnanschluss. Aus Sicherheitsgründen war zwischen Bahnlinie und Dorf ein Mindestabstand von 800 Meter einzuhalten. Ab dem Jahr 1871 hielten die Züge auch am Langweider Bahnhof, der für 4092 Gulden erbaut wurde.

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