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Lahar

Der ursprünglich indonesische Begriff Lahar bezeichnet einen schwerkraftgetriebenen vulkanischen Schlammstrom. Dabei mischen sich eruptives Material, z.T. metergroße Blöcke, mit Lockersedimenten und Wasser. Je nach Geländeneigung können Lahars eine Geschwindigkeit bis zu 100 km/h erreichen.

Inhalt
1 Entstehung und Ursache
2 Naturkatastrophen durch Lahars
3 Fossile Lahare

Entstehung und Ursache

Lahare entstehen, wenn

Naturkatastrophen durch Lahars

Am 13.11.
1985 verursachte ein Lahar des Vulkans Nevado del Ruiz in Kolumbien die zweitgrößte Zahl von Todesopfern durch Vulkankatastrophen im 20. Jahrhundert. Der bis zu 5 m hohe Schlammstrom erreichte die 47 km entfernte Stadt Armera etwa zweieinhalb Stunden nach dem Ausbruch und kostete zwei Drittel der 28700 Einwohner das Leben.

In den südlichen Anden Chiles grub ein Lahar des Vulkans Villarica (2847 m ü NN) noch in einer Entfernung von 14 km eine Fließrinne, die an ihrer Oberkante eine Breite von 128 m besitzt und 8 m tief ist.

Fossile Lahare

Am Mt. Dore in der französischen Auvergne hat ein Lahar im Quartär mehr als 30 km zurückgelegt.

Vulkanisch bedingte Schlammströme aus der erdgeschichtlichen Vergangenheit sind nachweisbar, wenn im verfestigten Schlamm ungeschichtete Diamiktite, Parakonglomerate und Brekzien vulkanogenen Materials vorliegen.


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.



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