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1 Ladenschluss in Deutschland 2 Argumentation |
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| Kurztitel: | Ladenschlussgesetz |
| Voller Titel: | Gesetz über den Ladenschluss |
| Typ: | Bundesgesetz |
| Rechtsmaterie: | Gewerberecht |
| Gültigkeitsbereich: | Bundesrepublik Deutschland |
| Abkürzung: | LadschlG |
| FNA: | 8050-20 |
| Verkündungstag: | 28. November 1956 (BGBl. I 1956, S. 875) |
| Aktuelle Fassung: | 1. Juni 2003 (BGBl. I 2003, S. 744) |
Am 9. Juni 2004 wies das Bundesverfassungsgericht eine Verfassungsbeschwerde ab, die das Unternehmen Kaufhof AG 2002 gegen das Ladenschlussgesetz eingelegt hatte. Die drei wichtigsten Punkte der Urteilsbegründung waren:
Befürworter des bestehenden Ladenschlussgesetzes sehen darin einen Schutz für die Mitarbeiter. Sie befürchten, dass eine Lockerung zu einer Ausbeutung der Mitarbeiter, durch Nachtarbeit ohne Lohnzuschag führen könnte.
Die Befürworter des Ladenschlussgesetzes verweisen auch darauf, dass die bisherigen Lockerungen (wochentags von 18.30 Uhr auf 20 Uhr und samstags von 16 Uhr auf 20 Uhr) nicht zu mehr Umsatz in den Geschäften führten.
Ein lockeres Ladenschlussgesetz führe zudem zu mehr Wettbewerb und damit zu geringeren Verdienstspannen, also zu mehr Insolvenzen.
Zudem wird argumentiert, dass nur große Ketten es sich leisten können, ihre Mitarbeiter rund um die Uhr anzustellen. Kleinere Familienbetriebe könnten der neuen Konkurrenz nicht standhalten und müssten schließen. Es habe erhebliche Folgen auf die Struktur der Städte, wenn die Umsätze sich aus den Innenstädten in die Außenbezirke verlagern und die Läden in den bisherigen Fußgängerzonen leerstehen würden.
Ein gelockertes Ladenschlussgesetz führe zudem zu mehr Wettbewerb und damit möglicherweise zu mehr Kundenfreundlichkeit.
Gegner des bestehenden Ladenschlusses sehen in der Lockerung auch die Möglichkeit, die Nachfrage zu beleben. Sie rechnen mit mehr Einkäufen, weil die Möglichkeit zu Spontankäufen verbessert werde.
Als weiteres Argument gegen das bestehende Ladenschlussgesetz wird auch die Freiheit des Bürgers zum Einkauf hervorgehoben, und zwar in dem Sinne, dass eine Minderheit der Bevölkerung (Angestellte im Einzelhandel, ca. 2,5 Mio.) auf Kosten des Rest der Bevölkerung bevorteilt werden, wohingegen in andere Branchen solche Arbeitszeiten die Regel sind.
Contra
Gegner des bestehenden Ladenschlussgesetzes sehen darin die Möglichkeit, Nischen auszufüllen und damit potenziell auch die Möglichkeit neue Arbeitsplätze zu schaffen. Von dieser Möglichkeit könnten gerade auch kleine Anbieter profitieren.
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |