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Lactoseintoleranz

Bei Lactoseintoleranz (auch als Milchzuckerunverträglichkeit, Kohlenhydratmalabsorption, Lactosemalabsorption, Lactasemangelsyndrom oder Alactasie bezeichnet) wird der mit der Nahrung aufgenommene Milchzucker (Laktose) nicht oder nicht vollständig abgebaut, als Folge von fehlender oder verminderter Produktion des Verdauungsenzyms Lactase. Lactoseintoleranz ist der menschliche Normalfall; fast ausschließlich Westeuropäer, Araber und deren Nachfahren sind aufgrund einer genetischen Veränderung in der Lage, Laktose abzubauen.

Da in Westeuropa, Australien und Nordamerika die Zahl der Menschen mit Lactoseintoleranz sehr gering ist, wird es dort oft als Krankheit angesehen. Ähnliche Symptome bei Aufnahme von Fruchtzucker (Fruktose) zeigt die Fruktosemalabsorption. Eine Reihe von Patienten mit Symptomen des Reizdarmsyndroms leidet, ohne es zu wissen, unter Kohlenhydratmalabsorption.

Die Lactoseintoleranz als passiver Enzymmangel darf nicht mit der selteneren Milchallergie verwechselt werden, bei der es sich um eine aktive Immunreaktion aufgrund einer echten Allergie gegen Kuhmilcheiweiß handelt.

Inhalt
1 Ursachen
2 Auswirkungen
3 Möglichkeiten zur Feststellung
4 Behandlung

Ursachen

Lactasemangel kann verschiedene Ursachen haben:

Auswirkungen

Bei Lactoseintoleranz gelangen nach dem Konsum von
Milch und Milchprodukten größere Mengen Milchzucker, die eigentlich im Dünndarm verarbeitet werden sollten, in den Dickdarm und werden dort von der Darmflora als Nährstoff fermentiert. In der Folge kommt es zu Völlegefühl, Blähungen, krampfartigen Bauchschmerzen und häufig auch zu Durchfällen. Anhaltende Lactosebelastung führt zur Reizung der Darmschleimhaut mit erhöhter Infektionsgefahr und Störung der Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Möglichkeiten zur Feststellung

Für die Diagnose der Lactosintoleranz gibt es einige teilweise leicht durchführbare Möglichkeiten:

Behandlung

Die eigentliche Ursache für Milchzuckerunverträglichkeit ist nicht behandelbar. Die Auswirkungen können jedoch z. B. durch Umstellung der
Ernährung auf Milchzuckerarme bzw. -freie Kost auf ein Minimum reduziert werden (hier muss allerdings einem möglichen Kalzium-Mangel vorgebeugt werden). Dazu existieren im Fachhandel zahlreiche Ratgeber, Lebensmittellisten und Kochbücher. Eine andere Möglichkeit ist die Lactasezufuhr von außen in Tabletten- oder Kapsel-Pulver-Form durch entsprechende pharmazeutische Produkte.

Ist die Milchzuckerunverträglichkeit die Folge einer gestörten Darmflora, so kann sie durch eine Ernährungsumstellung (Vollwertkost), eine Entsäuerung (Übersäuerung) und Darmaufbau/Symbioselenkung (Symbiont) wieder geheilt werden. Auch wurde schon von Fällen berichtet, in denen die Milchzuckerunverträglichkeit psychosomatisch bedingt war und z.B. durch die Kinesiologie geheilt werden konnte.


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.



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