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Geschichte
1893 als "Independent Labour Party" gegründet.
Tony Blairs New Labour
Seit Anfang der 90er Jahre ändert die Partei unter dem Vorsitzenden
Tony Blair ihre Ausrichtung.
Statt Klassenkampf bis hin zum Fernziel Sozialismus, der Umverteilung von Reich zu Arm und der Gewerkschaftsnähe steht New Labour heute für Privatisierungen und einen liberalen, kapitalismusfreundlichen Kurs.
Daher sagen inzwischen Sozialdemokraten, daß die britische Labour Party inwischen nicht mehr als sozialdemokratische Partei, sondern als Mitte-Rechts Partei angesehen werden muß. Das drückte sich z.B. international sichtbar in den unterschiedlichen Positionen der Briten im Vergleich zu den Positionen der Franzosen und Deutschen in der Frage der Unterstützung des Irak-Kriegs aus.
Ähnliche Wandlungen ihrer sozialdemokratischer Parteien haben Gerhard Schröder ("Neue Mitte", "Agenda 2010") und der Spanier Zapatero ("nuevo camino", "neuer Weg") gegen vehementen Widerstand aus den eigenen Reihen vollzogen, was sich in internationalem Sozialabbau, Verstärkung der Globalisierung, Verschärfung der Arbeitslosigkeit und dem Ruf nach der Verlängerung der Arbeitszeit ausdrückt, von Rücktritten(z.B. Robin Cook), Austritten und Demonstrationen begleitet wird und von Kritikern als Verrat an der Sozialdemokratie bezeichnet wird.
Andere Historiker und Politologen halten die Reformen für die einzig mögliche Antwort auf die sich wandelnden wirtschaftlichen und politischen Bedingunen. Diese "New Labour"-freundliche Interpretation sieht dadurch die Wandlungsfähigkeit der europäischen Sozialdemokratie bewiesen.
Auf europäischer Ebene ist die Partei innerhalb der Sozialdemokratischen Partei Europas organisiert.
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