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Im Gegensatz zu einer regulären Kneipe ist der Kommers nicht in verschiedene Teile, wie offizieller und inoffizieller Teil, gegliedert. Eine wichtige Rolle spielt die Festrede, die möglichst von einer hochgestellten Persönlichkeit gehalten wird.
Ein Kommers kann leicht 200 Teilnehmer haben. Um das Singen der Studentenlieder zu erleichtern, wird oftmals zur Unterstützung eine kleine Musikkapelle eingesetzt, ersatzweise ein Pianist am Flügel.
Bei besonders wichtigen Kommersen, zum Beispiel aus Anlass eines "großen" Stiftungsfestes, findet oft im Anschluss ein "feierlicher Landesvater" statt.
Noch zum Ende des 18. Jahrhunderts war Kommers ein Ausdruck für das zwanglose abendliche Trinken, Essen und Rauchen der Studenten im Kreise ihrer Freunde in öffentlichen Lokalen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts erfuhr der Kommers, wie auch die Kneipe als Veranstaltung von Studentenverbindungen eine zunehmende Formalisierung.
Ebenfalls als Kommers bezeichnet wird die Eröffnungsveranstaltung eines Schützenfestes ("Festkommers"). Kommerse sind auch bekannt bei Turnvereinen.
Siehe auch: Kommersbuch, Liste verbindungsstudentischer Begriffe.
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