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Kehl

Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Fläche: 75,06 km²
Einwohner: 33.976 (31.12.2003)
Bevölkerungsdichte: 453 Einwohner/km²
Höhe: 139 m ü. NN
Postleitzahl: 77671-77694 (alte PLZ: 7640)
Vorwahl: 07851
Geografische Lage: 48° 35' n. Br. 07° 49' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: OG
Amtlicher Gemeindeschlüssel: 08 3 17 057
Gliederung des Stadtgebiets: 11 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der Stadtverwaltung: Hauptstr. 85
77694 Kehl
Offizielle Website: www.kehl.de www.kehl.de
E-Mail-Adresse: info@stadt-kehl.de info@stadt-kehl.de
Politik
Bürgermeister: Dr. Günther Petry
Gemeinderat: CDU 9, SPD 6, FWV 5, FDP 2,
Frauenliste 2, Grüne 2
Die Große Kreisstadt Kehl liegt im Ortenaukreis in Baden-Württemberg und ist die deutsche Nachbarstadt von Strasbourg. Am Zusammenfluss von Rhein und Kinzig gelegen hatte die Stadt jeher Bedeutung als Hafenstadt, was durch den Anker im Stadtwappen verdeutlicht wird. Als ehemaliger Brückenkopf zu den linksrheinischen Gebieten war Kehl oft ein Ort kriegerischer Handlungen und wurde mehrfach zerstört. Die heutige Struktur der Stadt und etliche Gebäude sind jedoch noch immer von der Handschrift Friedrich Weinbrenners geprägt.

Inhalt
1 Wirtschaft
2 Verkehr
3 Geschichte
4 Eingemeindungen
5 Aktuelles
6
7

Wirtschaft

Auf Grund der niedrigen Bauhöhe der heutigen Rheinbrücke stellt Kehl das Ende der Seeschifffahrt auf dem Rhein dar. Über 29.000 Schiffe laufen jährlich den Kehler Hafen an mit einem Umschlagsvolumen von über 3 Millionen Tonnen.

Verkehr

Auf Grund der Grenzlage ist Kehl im Jahr Durchgangsort für ca. 20 Millionen Menschen entweder per Auto oder per Bahn. Die Stadt wird von den Bundesstrassen B 28 (von Strasbourg über den Schwarzwald nach Ulm) und B 36 (von Breisach nach Karlsruhe) durchzogen.

Geschichte

Erste Erwähnung im Jahr 1038. 1333 wurde mit dem Bau der ersten Rheinbrücke zwischen Kehl und Strasbourg begonnen und ab 1388 bestand eine permanente Verbindung zwischen beiden Städten.

Seit jeher war Kehl ein Bestandteil der Verteidigung Strasbourgs. Nachdem Kehl 1678 von Frankreich eingenommen wurde, begann 1683 der Bau einer neuen Festung durch den Militär-Architekten Sébastien Le Prestre de Vauban. 1774 wurde der Gemeinde Kehl durch den Markgrafen Karl Friedrich von Baden die Stadtrechte verliehen. Nach mehreren Wechseln zwischen Frankreich, Baden und Österreich, wurden die Festungsanlagen 1815 bei der Rückgabe an Baden zurückgebaut. Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 wurde die wehrlose Stadt dann erneut Ziel französischer Angriffe und zerstört.

Zwischen 1842 und 1847 wird die erste Hafenanlage durch die Badische Staatseisenbahnverwaltung angelegt.

Durch den Bau der Eisenbahnbrücke 1861 war es zum ersten Mal möglich direkt von Paris nach Wien zu reisen. Die hierfür notwendigen Zugwechsel wurden in Kehl durchgeführt.

Im späten 19. Jahrhundert wurde zur Verteidigung Strasbourgs gegen Frankreich ein Netz bestehend aus zwölf Forts angelegt. Das Fort Blumenthal bei Kehl-Auenheim wurde im Ersten Weltkrieg zerstört. Die beiden anderen "Kehler" Forts Bose und Kirchbach wurden nach dem Zweiten Weltkrieg gesprengt.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Kehl Vorort von Strasbourg. Dieser Status blieb auch nach dem Ende der Zeit des Nationalsozialismus erhalten. Die Freigabe Kehls erfolgte gemäß dem Washingtoner Abkommen in 42 Teilfreigaben vom 29. Juli 1949 bis zum 8. April 1953.

Kehl war bis Ende 1972 Sitz des ehemaligen Landkreises Kehl.

Eingemeindungen

Städtepartnerschaften

Die Stadt Kehl unterhält Städtepartnerschaften mit den Städten Montmorency in
Frankreich und Kotor in Montenegro.

Aktuelles

Am 23. April 2004 wurde gemeinsam mit der Stadt Strasbourg die Landesgartenschau Baden-Württemberg eröffnet. In diesem Zusammenhang wurde eine neue Fußgängerbrücke über den Rhein errichtet. Der bekannte Pariser Architekt Marc Mimram plante die neue Passerelle, die seit diesem Jahr sowohl das Wahrzeichen der LGS als auch von Kehl darstellt.

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