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Karl Bodmer

Karl Bodmer (* 11. Februar 1809 in Zürich; † 30. Oktober 1893 in Paris) war ein Schweizer Maler.

Bodmer ging 1828 nach Koblenz. Er wurde als Landschaftsmaler bekannt. Als Prinz Maximilian zu Wied-Neuwied, ein passionierter Naturwissenschaftler, eine Nordamerika-Expedition plante, engagierte er Bodmer, damit dieser Land und Leute im Bild dokumentierte. 1832 startete der Prinz mit Bodmer im Gefolge. Die Expedition, die zwei Jahre dauerte, führte über Boston, den Ohio, Indiana, St. Louis und am Missouri entlang bis zum heutigen Wyoming und Montana.

Bodmer skizzierte Landschaft, Tiere und Indianer und erlernte vor Ort die Technik der Porträtmalerei. Er überlieferte so die Bildnisse von Angehörigen verschiedener Indianerstämme.

Zurück in Europa, siedelte sich Bodmer in Paris an und verarbeitete seine Skizzen zu Aquarellen. Gemeinsam mit Maximilian zu Wied-Neuwied publizierte er 1844 das aufwändig gestaltete Buch "Reisen im Inneren von Nordamerika 1832-1834". Wegen seiner 81 Bodmer-Illustrationen gilt es als Meilenstein in der Geschichte des Buchdrucks im 19. Jahrhundert. Finanziell wurde es ein Misserfolg.

Die meisten von Bodmers Reiseskizzen befinden sich heute im Joslyn Art Museum in Omaha (Nebraska).

siehe auch: Indianer und Deutsche


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