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Materiell sind die Karer praktisch nur durch ihre Inschriften fassbar. Karische Inschriften haben sich sowohl im südlichen Westkleinasien, als auch in Ägypten gefunden. Das passt gut zur griechischen Überlieferung, nach der Ost-Ionier und Karer als Söldner in Ägypten gedient haben. Zum Dank erhielten sie die Erlaubnis, in Ägypten zu siedeln und so entstand die milesische Kolonie Naukratis, an deren Gründung auch Karer beteiligt waren. Dadurch ist geklärt, daß die nicht-griechische Inschriften aus Westkleinasien und der Gegend von Naukratis, die lange nicht gelesen werden konnten, karisch sind.
Durch den Fund einer Bilingue in Kaunos, einer langen zweisprachigen Inschrift in Griechisch und Karisch, war es Ende der 90er Jahre des 20. Jh. möglich, die karische Sprache teilweise zu entschlüsseln. Sie ist sehr wahrscheinlich mit der luwischen Sprache verwandt.
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