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Kalmare

Kalmare
Systematik
Stammgruppe: Urmünder (Protostomia)
Überstamm: Lophotrochozoen (Lophotrochozoa)
Stamm: Weichtiere (Mollusca)
Klasse: Kopffüßer (Cephalopoda)
Ordnung: Kalmare (Theutida)
Arten (Auswahl)
  • Riesenkalmar (Architeuthis dux)
  • Wunderlampe (Lycoteuhtis lorigera)
  • Gewöhnlicher Kalmar (Loligo vulgaris)
  • Riesen-Flugkalmar (Dosidicas gigas)
  • ...

Die Kalmare (Theutida) stellen mit rund 300 Arten die größte Gruppe innerhalb der Kopffüßer da. Gemeinsam mit den Echten Tintenfischen (Sepiida), den Zwergtintenfischen (Sepiolida) und dem Posthöhrnchen (Spirula spirula), das allein eine eigene Gruppe Spirulida darstellt, bilden sie die Gruppe der Zehnarmigen Tintenfische (Decapoda).

Kalmare sind an das Leben im freien Wasser Pelagial der Meere angepasst. Der Mantel ist in der Regel keilförmig und wird durch einen flachen Gladius aus Horn, der die Funktion eines Innenskeletts hat, in Form gehalten. Der Schnabel ist ebenfalls aus Horn. Die Form gleicht einem Papageienschnabel, ein Beispiel für ein analoges Organ. Um den Mund herum befinden sich zehn Fangarme, davon sind acht eher kurz und vollständig mit Saugnäpfenn besetzt. Zwei Fangarme sind schlanker, stark verlängert und weisen an den Enden eine Verbreiterung auf, die mit Saugnäpfen besetzt ist. Damit sind Kalmare in der Lage, ihre Beute (Fische, Krebse und andere Weichtiere) ähnlich wie mit einem Lasso zu fangen. Diese Arme werden auch als Tentakel bezeichnet. Die kürzeren Arme werden benutzt, um die Beute zum Mund zu führen, wo sie vor allem mit dem Schnabel und der Radula zerkleinert wird.

Die Fortbewegung der Kalmare erfolgt über einen Siphon, aus dem sie Wasser aus der Mantelhöhle pressen. Auf diese Weise können sie sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen und einige Arten schaffen es sogar, sich mit solcher Kraft aus dem Wasser zu katapultieren, dass sie mehrere Meter durch die Luft schießen (Fliegende Kalmare). Durch Muskulatur am Siphon können sie die Richtung des Wasserstrahls ändern und so sehr schnell manövrieren. Besonders die kleineren Arten schwimmen in großen Schwärmen.

Kalmare paaren sich meist in großen Schwärmen, die bei einigen Arten beträchtliche Ausmaße annehmen können. Nach der Paarung, bei der das Männchen dem Weibchen eine Spermatophore zur Befruchtung der Eier in den Mantel schiebt, werden die Eier in langen gallertigen Schläuchen an Steinen und Pflanzen abgelegt.

Viele Kalmare sind zu Farbwechseln fähig und besonders die Arten der Tiefsee verfügen über verschiedene Leuchtorgane, die sie als Ablenkung ihrer Feinde und zur Anlockung von Beute nutzen können. Besonders auffällig sind die im Verhältnis zum Körper riesigen Augen. Nach dem Aufbau ihrer Augen werden die Kalmare in zwei Gruppen geteilt. Die Schließaugenkalmare (Myopsida) mit den Loligo-Arten besitzen Lider, mit denen sie die Augen verschließen können während die Nacktaugenkalmare (Oegopsida) mit der überwiegenden Mehrzahl der Tiere die Augen nicht verschließen können.

Systematik der Kalmare

Die folgende Liste enthält die überwiegende Zahl der Kalmararten, einzelne Art- und Gruppenporträts finden sich auf den dafür angelegten Seiten. Deutsche Namen existieren allerdings nur für einen Bruchteil der Kalmararten. Die Einordnung der Riesenkalmare (Architeuthis spec.) und der Wunderlampe (Lycoteuthis spec.) in die Kalmare wird noch diskutiert, in der Liste sind sie jedoch enthalten.:

Schließaugenkalmare (Myopsida)

Tiefseekalmare (Bathyteuthid Families)

Bathyteuthidae

Chtenopterygidae Nacktaugenkalmare (Oegopsida)

Architeuthidae - Riesenkalmare

Brachioteuthidae Magnapinnidae Joubinitheutidae Chiroteuthidae Mastigoteuthidae Promachoteuthidae (Unbekannte Kalmare) Cranchiidae Cycloteuthidae Ancistrocheiridae Enoploteuthidae Lycoteuthidae - Wunderlampen Pyroteuthidae - Feuerkalmare Gonatidae Psychroteuthidae Histioteuthidae Lepidoteuthidae Octopoteuthidae Neoteuthidae Ommastrephidae - Fliegende Kalmare Onychoteuthidae Thysanoteuthidae siehe auch Loligo
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.



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