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Vita
Schaporin, der Sohn eines Malers, wandte sich erst spät der Musik zu. Zunächst studierte er Philologie in Kiew und erhielt nebenbei seinen ersten Kompositionsunterricht. Von 1908 bis 1912 studierte er in St. Petersburg Rechtswissenschaft. Doch erst 1913 begann er ein Kompositionsstudium am Petersburger Konservatorium u.a. bei Maximilian Steinberg und Nikolai Tscherepnin, das er 1918 abschloss. Danach wirkte er zunächst vorwiegend als Theaterdirigent in Leningrad. 1936 zog er schließlich nach Moskau und wurde 1939 Kompositionsprofessor am dortigen Konservatorium. Schaporin wurde u.a. zum Volkskünstler der UdSSR ernannt und war im sowjetischen Komponistenverband von dessen Gründung an sehr aktiv.
Stil
Schaporins Musiksprache ist ziemlich konservativ und bewegt sich stets in den Genzen der Tonalität. Eine wichtige Rolle spielt in seinem Schaffen die russische und ukrainische Volksmusik - Schaporin verstand es, sehr idiomatisch zu komponieren. Somit steht er klar in der Tradition der russischen Nationalromantik. Seine Vorbilder waren Sergej Rachmaninow und Nikolaj Medtner. Besonders stark ausgeprägt war seine Gabe, lyrische, fließende Melodien zu schaffen, was ihn für die Komposition von Vokalmusik prädestinierte. Oftmals wurde seine Musik als zutiefst menschlich, poetisch und tief russisch bezeichnet. In Konflikt mit der Regierung geriet Schaporin nie. Heutzutage ist er nahezu vergessen, obwohl seine wohldurchdachte, von souveräner Beherrschung des Kompositionshandwerkes gekennzeichnete Musik durchaus eine Wiederentdeckung rechtfertigen würde.
Werke (Auswahl)
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