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Leben
Der gelernte Baumeister war von 1927 bis 1934 Abgeordneter zum Nationalrat und Gründer der Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft, deren Präsidentschaft er 1947 übernahm. 1945 maßgeblich an der Gründung der Österreichischen Volkspartei beteiligt, wurde er im selben Jahr als Staatssekretär für öffentliche Bauten in die Regierung berufen. Zum Regierungschef am 12. April 1953 ernannt, blieb er Bundesobmann der ÖVP in vier Regierungen bis 11. April 1961 Bundeskanzler.
In seine Kanzlerschaft fällt ein bemerkenswerter wirtschaftlicher Aufschwung Österreichs, der auch mit dem Namen des Finanzministers Reinhard Kamitz verbunden ist (Raab-Kamitz-Kurs). Die Währung wurde stabilisiert, und es wurde fast Vollbeschäftigung erreicht. 1955 trat Österreich auch der EFTA bei. In seinen Regierungen koalierte er mit der SPÖ, diese Große Koalition bürgerte sich als Standardregierungsform bis 1966 ein. Besonders in Erinnerung ist er vor allem die für die Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955, der maßgeblich von seinem Außenminister Leopold Figl und dessen Staatssekretär Bruno Kreisky ausgehandelt wurde. Er beendete die alliierte Besetzung Österreichs und gab dem Land damit seine volle Souveränität zurück.
1963 unterlag er bei der Bundespräsidentenwahlenwahl dem Amtsinhaber Adolf Schärf.
Siehe auch
| Bundeskanzler der Republik Österreich | |
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Erste Republik:
Karl Renner |
Michael Mayr |
Johann Schober |
Walter Breisky |
Johann Schober |
Ignaz Seipel |
Rudolf Ramek |
Ignaz Seipel |
Ernst Streeruwitz |
Johann Schober |
Carl Vaugoin |
Otto Ender |
Karl Buresch |
Engelbert Dollfuß |
Kurt Schuschnigg |
Arthur Seyß-Inquart
Zweite Republik: Karl Renner | Leopold Figl | Julius Raab | Alfons Gorbach | Josef Klaus | Bruno Kreisky | Fred Sinowatz | Franz Vranitzky | Viktor Klima | Wolfgang Schüssel |
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