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Der Rechtsanwalt Grévy wurde 1848 von seinem Heimatwahlkreis in die Verfassunggebende Nationalversammlung entsandt. Als Gegner Louis Napoléon Bonapartess zog er sich aus der Politik zurück. 1868 wurde er erneut Abgeordneter des Jura und Mitglied der Opposition. Von 1871 bis 1873 war er Präsident der Nationalversammlung.
Nach dem Rücktritt MacMahons am 30. Januar 1879 wurde Grévy von den Abgeordneten zum Staatspräsidenten gewählt. Seine Innenpolitik war durch eine Stärkung des Parlaments und des Laizismus gekennzeichnet. Außenpolitisch verfolgte er eine Politik der Entspannung. 1885 wurde Grévy für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Im Jahre 1887 brach ein Skandal um seinen Schwiegersohn Daniel Wilson aus. Dieser verkaufte gefälschte Orden. Grévy wurde als Folge dieses Skandals am 2.12. des Jahres zum Rücktritt gezwungen. Er starb in seiner Heimatgemeinde Mont-sous-Vaudray am 9. September 1891.
| Vorgänger | Nachfolger | Patrice de Mac Mahon
(1873-1879) Staatspräsident | Jules Grévy
(1879-1887) Staatspräsident | Marie_François Sadi Carnot
(1887-1894) Staatspräsident |
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