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Nachkriegszeit
Nach dem Krieg leitete er als Ministerpräsident (bis 1953) mit Hilfe der Nationalen Volksbefreiungsfront und der KPJ die Transformation Jugoslawiens in einen sozialistischen Staat nach sowjetischem Vorbild ein.
Seine auf Unabhängigkeit und Gleichberechtigung gerichtete Politik, der so genannte Titoismus, brachte ihn in Gegensatz zu den sowjetischen Hegemoniebestrebungen im Ostblock, was 1948 zum Bruch mit Stalin führte. Dieser Bruch ermöglichte es Jugoslawien, einen eigenen Weg zum Sozialismus zu beschreiten, dessen Kern die Selbstverwaltung war, und gleichzeitig gute Beziehungen zum Westen aufzunehmen. Nach der Annahme einer neuen Verfassung im Jahr 1953 übernahm Tito das Amt des Staatspräsidenten (ab 1963 auf Lebenszeit) Er setzte sich aktiv für die Gleichberechtigung der Staaten, die friedliche Koexistenz der Blöcke und die Entwicklungsländer ein, was in die Politik der Blockfreiheit führte, die er zusammen mit anderen Staatschefs mit der Gründung der Blockfreienorganisation institutionalisierte. Durch sein Charisma und seine auf Ausgleich zielende Politik erwarb er sich besonderes Ansehen im In- und Ausland. Dies machte ihn zu einem angesehenen Vertreter der blockfreien Staaten und der Dritten Welt. Am 4. Mai 1980 verstarb er nach längerer Krankheit im medizinischen Zentrum in Ljubljana.
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