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Seine hervorragendste Leistung besteht aber in der Verbindung von exakter wissenschaftlicher Arbeit und deren praktischen Anwendung für neue innovative Produkte. In dieser Denkweise wurde Joseph von Fraunhofer das Vorbild der heutigen Fraunhofer-Gesellschaft.
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Leben und Werk
Der Glasschleiferlehrling Fraunhofer wurde vom Geheimen Rat Joseph von Utzschneider gefördert und trat in dessen Optisches Institut ein. Im Utzschneider Institut in Benediktbeuren entwickelte er neue Schleifmaschinen und Glassorten für optische Gläser, die die Abbildungsqualität von Linsen entscheidend verbesserten. Fraunhofer wurde im Alter von 22 Jahren Leiter der Glasherstellung.
Unabhängig von William Hyde Wollaston entdeckte Fraunhofer 1813 die nach ihm benannten Fraunhoferschen Linien im Sonnenspektrum. Er erfand 1814 das Spektroskop. Außerdem führte er als erster Experimente zur Beugung von Licht an optischen Gittern durch (Fraunhofersche Beugung). Seine Erkenntnisse auf diesen Gebieten nutzte Fraunhofer, um die Materialeigenschaften (Brechungsindex) optischer Gläser zu messen. Mit diesem Wissen gelang es ihm bessere Objektive zu fertigen, als es vor ihm möglich war.
Wenig bekannt ist, dass sich Fraunhofer nicht nur mit Optik beschäftigte. Im Optischen Institut Utzschneiders wurden von ihm komplette Fernrohre produziert, die natürlich auch eine Aufstellung (Montierung) umfassten. Seit Fraunhofer gibt es einen Montierungstyp, der als deutsche Montierung bekannt wurde. Bis heute wird der größte Teil kleiner und mittlerer Fernrohre und Teleskope auf einer deutschen Montierung aufgestellt.
1819 folgte Fraunhofer dem Institut nach München und wurde 1823 in die Bayerische Akademie der Wissenschaften aufgenommen und Professor des physikalischen Kabinetts der Akademie. Fraunhofer wurde 1824 Ritter des bayerischen Civilverdienstordens und damit in den Adelsstand erhoben. Im gleichen Jahr vollendete Fraunhofer den Dorpater Refraktor, ein Fernrohr mit einem für diese Zeit sensationellen Objektivdurchmesser von 244 mm und einer Brennweite von 4,33 m. Ebenfalls in diesem Jahr wurde er zum Ehrenbürger der Stadt München ernannt.
Die Vollendung seines Königsberger Heliometers hat Fraunhofer nicht mehr erlebt. Er starb 1826 an Lungentuberkulose. Sein Grab kann auf dem Münchner Südfriedhof im Glockenbachviertel besichtigt werden.
fmc-container.mach.uni-karlsruhe.de/~timo/fraunhofercv.html
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