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Leben
Jorge Semprún wächst in einer großbürgerlichen und linksliberalen Familie zunächst in Madrid auf. Beim Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs 1936 geht er mit seiner Familie ins Exil. Der Weg ins Exil führt über ein Dorf bei Lourdes in die Niederlande, wo sein Vater Botschafter der Spanischen Republik in Den Haag war. Nach dem Sieg von Francos Falange Anfang 1939 geht die Familie nach Paris. Nach dem Abitur am Gymnasium Henri IV beginnt Semprún an der Pariser Universität Sorbonne mit dem Studium der Philosophie.
Er tritt im Jahre 1941 der Resistance bei und wird ein Jahr später Mitglied der Kommunistischen Partei Spaniens (KPE). Bei seiner Arbeit im Untergrund gegen den Faschismus wird Semprún 1943 von der Gestapo verhaftet und nach Verhören und Folter in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Da er vor der Verhaftung bereits im Exil lebte, erkennt ihn das spanische Regime von Franco nicht als spanischen Staatsbürger an, er wird so als Staatenloser erfasst. Semprún nimmt die spanische Staatsbürgerschaft auch nach der Demokratisierung Spaniens nicht wieder an. Im KZ Buchenwald beteiligte er sich am lagerinternen, von den Kommunisten aufgebauten Widerstand. Nach der Befreiung des KZ Buchenwald kehrt er nach Paris zurück.
Im Jahre 1953 wird Semprún Mitglied des Zentralkommitees der spanischen Exil-KP, wo er den Widerstand gegen das Franco-Regime mit koordiniert und unter Decknamen am Aufbau von Untergrund-Parteiorganisationen in Madrid arbeitet. Er wird 1964 mit dem Vorwurf des parteischädigenden Verhaltens aus der Exil-KPE ausgeschlossen. Vorangegengen waren die Linienkämpfe zwischen den stalinistischen und den eher undogmatischen Strömungen innerhalb der KPE. Zu diesem Zeitpunkt hatte Semprún seine Hoffnungen in den Kommunismus als tragfähiges System bereits verloren.
Von der Regierung Felipe González wird er 1988 zum Kulturminister berufen; Semprún übt das Amt als staaten- und parteiloser Minister bis zum Jahr 1991 aus.
Jorge Semprún lebt heute in Paris.
Werk
Im Jahre 1963 veröffentlicht er sein erstes Buch, Die große Reise, für das er mit dem Prix Formentor ausgezeichnet wird. Semprún beginnt so seine Karriere als Schriftsteller und Publizist. Er veröffentlicht weitere Bücher und schreibt Drehbücher. Neben weiteren Auszeichnungen erhält er 1994 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
2004 wird er für seinen Roman "Veinte años y un día" ("Zwanzig Jahre und ein Tag", deutschsprachige Ausgabe für 2005 vorgesehen) mit dem spanischen Lara-Literaturpreis ausgezeichnet. Das prämierte Werk ist der erste Roman, den Semprún in seiner Muttersprache verfasst hat. Seine früheren Werke hat er auf französisch geschrieben.
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |