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Der in Kuba geborene Bolet wurde mit 12 Jahren an das Curtis Institute of Music in Philadelphia geschickt, wo er bei Leopold Godowsky, dessen Schüler David Saperton und dem legendären Pianisten Josef Hofmann studierte. Bolets Karriere begann wechselhaft, da sein virtuoses Klavierspiel der 30er bis 50er Jahre von der US-amerikanischen Kritik niedergemacht wurde. Erst in den 60er Jahren wuchs seine Bekanntheit durch einige Schallplattenaufnahmen bei kleineren Labels, der große Durchbruch kam gar erst 1974 mit einem Recital in der Carnegie Hall. Von 1978 an hatte Bolet seinen ersten umfangreichen Plattenvertrag bei einem großen Label, Decca/London. Der homosexuelle Bolet starb 1990 an AIDS.
Bolet besaß eine gute Technik, die ihn lange Zeit als Spezialist für Werke von Franz Liszt gelten ließ. Vor allem aber sein aristokratisches und außerordentlich stilsicheres Spiel voll von Wärme und Raffinesse stand im Mittelpunkt seiner späten Aufnahmen, die bekanntesten davon eine Reihe von Chopin-Werken und eine große Auswahl der Werke von Franz Liszt.
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