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Überblick
Der Sohn eines Bankiers studiert in Göttingen und war seit 1857 im Bankgewerbe tätig. Seit 1860 arbeiete er bei Drexler, Morgan & Co; in New York City. Seit 1871 war er selbstständig durch die Gründung eines nach ihm selbst benannten, ab 1895 als J. P. Morgan & Co; firmierenden Bankhauses, das vor allem marode Eisenbahnlinien erwarb und sanierte. 1900 gründete Morgan dann den Stahltrust United States Steel Corp, den zu stützen 1902 noch ein auch englische Linien akquirierender Schiffahrtstrust, die International Mercantile Marine Comp unter Beteiligung deutscher Reedereien begründet wurde.
J.P.Morgan selbst litt unter einer von Acne Rosacea entstellten Nase und galt als daher recht scheuer Mensch. Er lebte in New York in einer Villa an der Madison Avenue 219 im Bezirk Murray Hill. In der mit schwarzem Mahagoni ausgekleidten Black Library des Hauses wurden einige der wichtigsten Entscheidungen des frühen 20. Jahrhunderts für New York wie die USA getroffen. Die umfangreiche Kunst- und Büchersammlung, die zu Morgans Liebhabereien zählte, wurde 1924 in eine Stiftung, die Pierpont Morgan Library in New York City, eingebracht.
Die J.P.Morgan & Co war immer im Investmentbanking tätig und finanzierte diverse Zusammenschlüsse von Unternehmungen, unter anderem der General Electric Comp, und beteiligte sich an diversen Eisenbahnlinien in den USA. 1899 wurden die ersten europäischen Anleihen am US-Markt eingeführt. Das Bankhaus selbst wurde erst 2000 von der Chase Manhattan Bank übernommen.
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