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Jiddische Literatur

Jiddische Literatur ist die mit hebräischen Schriftzeichen niedergeschriebene Literatur der jiddischen Sprache.

Seit dem 13. Jahrhundert hat die jiddische Literatur einen volkstümlichen Charakter, die auf der geistlichen Volksepik (die ihre Stoffe aus Bibel und Midrasch schöpft) und auf den von jüdischen Spielleuten bearbeiteten Heldensagen und Ritterromanen gründet.

Nach der Erfindung des Buchdrucks war das einflußreichste Werk der jiddischen Literatur das Zenne-Renne (Ende 16. Jahrhundert), eine Bibelparaphrase des Jakob ben Isaak Aschkenasi.

Im Jahr 1602 erschienenen in Basel "Ajn schojn maasebuh", gefolgt von der maßgeblichen Amsterdamer Ausgabe, genannt "Ma'assebuch. Allerlei Geschichten", von 1723. Das Ma'assebuch, ein Buch alles des Hebräischen Unkundigen, deren Umgangssprache das Altjiddische war, es wurde auch "Talmud für Frauen" genannt. Mit dem "Ma'assebuch" trat vor vierhundert Jahren das Jiddische mit einer Sammlung überlieferter Schriften zum ersten Mal als Literatursprache auf, ein bahnbrechendes Ereignis. Es ist 2003 in deutscher Übersetzung neu herausgegeben worden.

Im 19. Jahrhundert erblühte die jiddische Literatur mit den Erzählern Mendele Moicher Sforim, Itzhok Lejb Perez und Scholem Alejchem, während Abraham Goldfaden und Salomon Anski zu Begründern des jiddischen Theaters wurden.

Mit der Zerstreuung über alle Welt (Diaspora) im 20. Jahrhundert — z. B. in Russland Josef Opatoschu, in Polen Isaak Kazenelson, in den USA Morris Rosenfeld, Schalom Asch und Isaac Bashevis Singer (Literaturnobelpreis) — öffnete sich die jiddische Literatur den literarischen Strömungen ihrer Umwelt, verfiel damit aber auch der Spaltung und dem Rückgang, besonders seit dem 2. Weltkrieg.

siehe auch: Jiddistik
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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