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Der Schwimmkörper
In der ursprünglichen Form besteht die Jangada aus fünf etwa 5 - 7 m langen Leichtholz-Stämmen, die mit der Axt so zubehauen werden, daß sie sich zu einer leicht geschwungenen und von hinten nach vorn leicht verjüngenden Plattform zusammenfügen lassen. Die Stämme werden mit Seilen zusammengehalten. Im vorderen Drittel und mittig befindet sich ein Mastfuß und ein Bock mit einem Loch, die den herausnehmbaren Mast halten.
Für die Aufbewahrung der Verpflegung und der Fischereigeräte sowie der Beute werden Körbe und Netze benutzt, die an einem Pfosten auf dem hinteren Abschnitt des Floßes aufgehängt werden. Gleich anschließend befindies sich dort auch ein zweiter Bock als eine Art Tisch und Stütze zum Ausruhen.
Die Besegelung und Steuerung
Das dreieckig geschwungene Segel ist an seinem Vorliek durch Verschnürung fest mit dem Mast verbunden und kann so aufgerollt und zusammen mit dem Mast herausgenommen werden. Das vergleichsweise lange Unterliek wird an einer Schlaufe am Schothorn mit einem Baum ausgespannt. Der Baum hat eine Gabelung, mit der er sich oberhalb des Bocks gegen den Mast stützt.
Der im oberen Ende leicht gebogene Mast steht selten senkrecht, je nach Lage des Kurseses und des Windes wird er in verschiedene Löcher des Mastfußes eingesteckt und hält so das Segel in der jeweils günstigsten Stellung zum Wind. Mit der Segelstellung wird also die Fahrtrichtung festgelegt.
In freigelassene Spalte am Heck zwischen dem mittelsten Stamm und den beiden danebenliegenden Stämmen werden breite Paddel eingesteckt, die etwa die Funktion von Kielschwertern haben und die seitliche Abdrift mindern.
Modernere Bauweise
Statt mit Stämmen werden die Bootskörper heute häufig mit Planken und als dichte Hohlkörper mit etwa den gleichen Dimensionen wie die Stammflöße hergestellt. Das bietet den Vorteil, daß die erbeuteten Fische besser geschützt in eienm Kasten in diesem Hohlkörper gelagert werden können. Auch dieser eher bootsähnliche Auftriebskörper wird jedoch auf der Fahrt von höheren Wellen überspült.Die Mannschaft
Die früheren "Jangadeiros" standen barfüssig auf den Stämmen und schützten sich auf den mehrtägigen(!) Fangfahrten gegen Wind, Salzwasser und brennende Sonne mit typischer braunroter Jacke und Hose sowie breitkrempigen weißen Hüten. Gefischt wurde von der etwa drei bis fünf Mann zählenden Mannschaft mit Handleinen und Haken.
- Reisebericht mit mehreren Bildern von Jangadas
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