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Nach seiner Ausbildung in Paris im Atelier Gleyres arbeitete er seit 1860 vor allem in London. Nach einer frühen, vom Realismus Courbets inspirierten Phase, wandte er sich in den 1860er Jahren der Richtung des Art for Art’s Sake zu. 1863 stellte er sein "The White Girl" im Salon des refusés aus, wo es zusammen mit Manets "Frühstück im Grünen" zur Sensation wurde. In der zweiten Hälfte der 1860er Jahre experimentierte mit japanisch und antik inspirierten Bildmotiven. 1872 entstand sein berühmtestes Bild, das Portrait seiner Mutter. 1877 verklagte er den Kunstkritiker John Ruskin wegen Beleidigung. Ruskin hatte in einer Kunstkritik geäußert, Whistler habe es nicht nur gewagt, dem Publikum einen Topf Farbe ins Gesicht zu schleudern (er meinte damit das Gemälde "Nocturne in Black and Gold"), sondern auch die Frechheit besessen, dafür zweihundert Guineen zu verlangen. Whistler gewann 1878 den Prozeß, bekam jedoch nur einen symbolischen Schadensersatz von einem Farthing zugesprochen.
1879 reiste Whistler nach Venedig, wo er zahlreiche Pastelle und Radierungen schuf. 1885 hielt er seine "Ten O’Clock" Vorlesung in London, ein Manifest des Ästhetizismus. 1890 veröffentlichte er Auszüge von mißgünstigen Kunstkritiken, die er gesammelt und spitz kommentiert hatte, unter dem Titel "The Gentle Art of Making Enemies". Eine große Ausstellung in London 1892 befestigte schließlich seinen Ruhm in England. Sein Werk umfaßt über 400 Ölgemälde, über 200 Aquarelle, fast 300 Pastellzeichnungen, 450 Radierungen und 190 Lithographien.
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