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Geschichte
Anders als in Deutschland unter dem Nationalsozialismus hatten die Kunstschaffenden im faschistischen Italien noch relativ viel Spielraum. So konnte Filmtheoretiker Umberto Barbaro 1942 erstmals den Begriff "Neorealismus" in die Diskussion einbringen.
Im gleichen Jahr entstand auch das erste große Werk des Neorealismus: "Besessenheit (Ossessione)" (1943) von Luchino Visconti. Seinen Durchbruch erlebte der Neorealismus dann zum Ende des zweiten Weltkriegs mit "Rom, offene Stadt (Roma, citta aperta)" (1945) von Roberto Rossellini, der auch in "Paisà" 1946 die Befreiung Italiens dokumentierte.
Zu den großen Regisseuren des Neorealismus gehören Luigi Zampa "In Frieden Leben (Vivere in Pace)" (1946) , "Der Abgeordnete Angelina" (1947), "Schwierige Jahre" (1948), Vittorio de Sica, der mit "Fahrraddiebe (ladri di biciclette)" (1948) das Meisterwerk des Neorealismus schuf (von demselben "Das Wunder von Mailand"(1950)), weiter De Sanctis "Bitterer Reis" (1949), "Vendetta" (1950) und "Germi (Im Namen des Gesetzes)" (1948).
Wie Luchino Visconti den italienischen Neorealismus einleitete, so steht er auch an seinem Ende. Seine kritischen Analysen der aristokratischen Gesellschaft beziehen sich nicht auf die unmittelbare Wirklichkeit der Zeit, auch wenn Visconti diesen Zusammenhang augenfällig machen will "Sehnsucht (senso)" (1954).
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