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Isländische Sprache

Isländisch ist eine Sprache aus dem germanischen Zweig der indoeuropäischen Sprachfamilie. Sie ist die Amtssprache in Island. Zur Zeit wird Isländisch von ca. 280.000 Menschen gesprochen.

Der Language Code ist is bzw. ice oder isl (nach ISO 639).

Inhalt
1 Geschichte
2 Alphabet
3 Phonologie
4 Wortschatz
5 Textsammlungen
6
7

Geschichte

Schon vor der Einführung der Schrift gab es in Island und anderen Teilen der nordischen Welt eine besondere Dichtersprache, in der nach bestimmten Regeln oft lange und komplizierte Gedichte verfasst wurden. Die Dichter, die diese Gedicht verfassten und vortrugen, nannte man "Skalden", die Gedichte "Skald". Die Skalden überlieferten beträchtliche Teile der Geschichte der Nordischen Welt in dieser Form.

Bemerkenswert ist, dass sich das Isländische in den letzten tausend Jahren nur geringfügig verändert hat, und somit dem Altnordischen noch am ehesten ähnelt. Grammatische Eigenheiten, die sich in anderen Sprachen im Laufe ihrer Entwicklung abgeschliffen haben, blieben im Isländischen weitestgehend erhalten. Außerdem achtet man in Island darauf, die Übernahme von Fremdwörtern so gering wie möglich zu halten. Neue Begriffe entnimmt man in der Regel dem vorhandenen Wortschatz. So entstand das Wort tölva (= Computer) aus den Worten tala (= Zahl) und völva (= Wahrsagerin). Der Begriff alnæmi (= AIDS) wurde aus al (= all-) und næmi (= Empfindlichkeit) gebildet. Ebenfalls erstaunlich ist, über was für einen reichen Wortschatz das Isländische verfügt (siehe Halsbandsittich in vielen Sprachen).

Alphabet

Das isländische Alphabet umfasst 32 Buchstaben, die größtenteils dem Deutschen entsprechen. Alle Vokale plus das Y gibt es in einer zweiten Form mit Akzent (andere Aussprache). Die Buchstaben C, W, Q und Z kommen in isländischen Wörtern nicht vor. Zusätzlich gibt es die Buchstaben Ð/ð, Þ/þ und Æ/æ.

In der zweiten Tabelle wird gezeigt, wie man die Sonderzeichen unter Windows z.B. erzeugen kann. ALT-Taste drücken und gedrückt halten, solange die Zahlenkombination eingegeben wird.

Isländisches Alphabet
A / a Á / á B / b D / d Ð / ð E / e É / é F / f
G / g H / h I / i Í / í J / j K / k L / l M / m
N / n O / o Ó / ó P / p R / r S / s T / t U / u
Ú / ú V / v X / x Y / y Ý / ý Þ / þ Æ / æ Ö / ö

Sonderzeichen
Name Großbuchstabe Unicode Kleinbuchstabe Unicode
Eth Ð U+0208 ð U+0240
Thorn Þ U+0222 þ U+0254
A-E-Ligatur Æ U+0198 æ U+0230

Phonologie

Die islandische Phonologie ist etwas ungewöhnlich für eine europäische Sprache, da sie einen Aspirationss-Kontrast bei ihren Lauten zeigt statt eines Kontrasts in der Stimmhaftigkeit. Jedenfalls zeigen die isländischen Liquidlaute regelmäßige Kontraste in der Stimmhaftigkeit, einschließlich der Nasale (rar unter den Sprachen der Welt). Darüber hinaus ist die Länge kontrastiv für fast alle Phoneme; Stimmlose versus stimmhafte Konsonanten scheinen die einzige Ausnahme zu sein. Die Tabelle unten wurde entwickelt von Daten gefunden bei www2.hu-berlin.de/bragi/b0/b0_framburdur_de.htm BRAGI und ähnlichen Seiten; siehe Artikel über SAMPA-Transkribierungscodes für Informationen über den Wert der Symbole.

Konsonanten
  Bilabial Interdental Dental Palatal Velar Glottal
Verschlusslaute p / ph   t / th c / ch k / kh  
Frikative f / v T / D s C x / G h
Nasale m / m.   n / n. J / J. N / N.  
Halbvokale w     j    
Laterale     l / l.      
R-Laute     r / r.      

In Publikationen werden die stimmlosen Verschlußlaute oft durch /b d g/ mit dem Diakritikum ° verwendet. Es ist die vor allem in Island verbreitete Umschrift. Die phonetische Lautschrift sieht jedoch die einfacheren Zeichen /p t k c/ für stimmlose Verschlußlaute vor.

Besonders zu erwähnen ist noch die Präaspiration: Die Grapheme pp, tt, kk werden /hp ht hk hc/ gesprochen, wobei zwischen /h/ und Verschlußlaut eine Silbengrenze liegt, wenn die Kombination nicht im Auslaut steht.

Alle Vokale, Diphthonge und Konsonanten außer h, ð und þ können lang oder kurz sein.

Vokale
  vorn ungerundet vorn gerundet zentral & hinten
geschlossen i   u
mittel e 2  
offen-mittel E 9 O
offen     a

Siehe auch: Sprache, Kasustheorie, Quirky Case


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.



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