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In der Mathematik des Endlichen gibt es keine Unterschiede, da hier das Gesetz des ausgeschlossenen Dritten immer durch Aufzählung aller Fälle angewendet werden kann.
Der Intuitionismus ist eine Form des Konstruktivismus, aber nicht die einzige.
Der Intuitionismus betrachtet einen mathematischen Satzes als zulässig genau dann, wenn er bewiesen ist. Was für ein Wahrheitskriterium sollte sonst gelten, wenn mathematische Objekte nur geistige Konstruktionen sind?
Das heißt, ein Intuitionist betrachtet einen mathematischen Satz anders als ein Vertreter der "klassischen" Mathematik. A oder B heißt für einen Intuitionisten, dass A oder B bewiesen werden kann. Speziell ist dadurch der Satz vom Ausgeschlossenen Dritten verboten, weil man nicht annehmen kann, dass es immer möglich ist, entweder A oder seine Negation zu beweisen.
Der Intuitionismus lehnt auch den Begriff der aktuellen Unendlichkeit ab. Im Intuitionismus gibt es deshalb auch keine aktual unendlichen Mengen, wie die Menge aller natürlichen Zahlen. Aus diesem Grund müssen die meisten Gesetze der Mengenlehre neu betrachtet und rekonstruiert werden, da sie zu Theorien führen, die sich von der klassischen Mathematik stark unterscheiden.
Mathematiker, die zum Intuitionismus beigetragen haben, sind Luitzen Egbertus Jan Brouwer, Arend Heyting und Stephen Kleene.
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