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Interjektionen als quasi selbständige "Sätze" erlauben zuweilen, grammatikalische 'Lücken' einer Sprache zu füllen. Zum Beispiel verlangt ein deutscher Satz "Subjekt" und "Verb", was zu Widersinnigkeiten führen kann, etwa wenn es heißt: "Der Wind weht." Es gibt aber keinen "Wind", der, wenn er nicht weht, in seiner Höhle liegt und schläft. Es geht um einen darzustellenden Prozess. Der Ausweg "es weht" wirft die neue Frage auf, wer denn dieses "es" sei. Da ist eine Interjektion wie "Hui!" viel gewandter und kann durch Betonung und Längung sogar die Stärke und die Dauer des Wehens anzeigen. (Aus dem "Struwwelpeter": "Hui, wie pfeift der Wind und keucht, | dass der Baum sich nieder beugt.")
Etymologisch lässt sich das Wort auf lateinisch interiectio zurückverfolgen (inter = dazwischen, zwischen hinein, iacere = werfen).
(Siehe dazu auch Interjektion (von Gegenständen))
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